„Die Spendenbereitschaft ist schon im Frühjahr weniger geworden und jetzt im Sommer auch wieder“, berichtet Stüttler. „Da wären wir schon sehr froh, wenn das spätestens im Herbst wieder anziehen würde.“ Dabei gehe es allen voran um Geldspenden. Die würden derzeit zurückgehen – sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen.

Mit den Kosten „stark im Minus“

Letztere seien gefragt, weil es sich meistens um größere Spenden handle. „Wir haben früher im Jahr immer ein, zwei Autos gespendet bekommen. Die letzten Jahre ist das sehr mager geworden“, bedauert Stüttler. „Wir haben ganz viele Mietkosten, Personalkosten im Geschäft und auch andere Kosten wie Strom. Da sind wir im Moment im Minus, stark im Minus“, warnt er.

Ausreichend Lebensmittel im Verkauf

Bei den Lebensmitteln, die in den drei „Mein guter Laden“-Filialen von „Tischlein deck dich“ verkauft werden, handelt es sich zu 90 Prozent um Spenden. „Wir verlangen ungefähr 40 Prozent des normalen Ladenpreises“, erklärt Stüttler das Prinzip. Einkaufen kann man dort nur mit einem Bezugsschein, der vor Ort ausgestellt wird und an festgelegte Einkommensvoraussetzungen gekoppelt ist. Die Menge an Lebensmitteln, die der Verein zum Verkauf bekommt, sei wie in den vergangenen Jahren ausreichend.

„Sommerloch“ bei Nachfrage spürbar

Wie hoch die Nachfrage in den Läden grundsätzlich ist, sei zur Zeit nur sehr schwer zu beurteilen, sagt Stüttler. Denn man stecke mitten im „Sommerloch“. Viele Familien sind im Urlaub im Ausland, das spüre man deutlich. „Es sind sicher 15 bis 20 Prozent weniger Leute da“, meint er. „Das ist aber fast jedes Jahr so.“

Vorerst kein weiterer Ausbau

Bei den drei Filialen in Bludenz, Feldkirch und Dornbirn soll es im Moment auch bleiben, sagt Stüttler. „Wir möchten die drei gut beliefern, denn wenn die Spenden zurückgehen, wird es schwierig. Das wollen wir nicht“, betont er. Man wolle im Herbst jedenfalls auf die Spender zugehen, ist Stüttler guter Dinge.