Bei hohen Temperaturen sorgt der Körper mit Schwitzen für Abkühlung. Dabei geht aber nicht nur viel Flüssigkeit, sondern auch wichtige Mineralstoffe wie Natrium und Kalium verloren. Die KHBG appelliert, genug zu trinken – auch als Vorbeugung. „Erwachsene sollen täglich mindestens 1,5 bis zwei Liter trinken – an heißen Tagen oder bei körperlicher Anstrengung häufig auch mehr“, rät Alexander Vonbank, Oberarzt an der Abteilung für Innere Medizin I am LKH Feldkirch. Wasserreiche Lebensmittel wie Melonen, Gurken oder Tomaten können ebenfalls helfen.

Symptome für Dehydrierung

Die ersten Hinweise einer möglichen Dehydration sind ein starkes Durstgefühl, trockener Mund und trockene Lippen. Auch Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwächegefühl sind ebenso Symptome. „Bei Anzeichen einer schweren Dehydration – wie starker Benommenheit, Verwirrtheit oder Kreislaufproblemen – braucht es umgehend ärztliche Hilfe“, warnt Vonbank.

Neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr sollte der Körper entlastet werden: Ruhe, ein kühler und schattiger Aufenthaltsort sowie das Hochlagern der Beine können den Kreislauf stabilisieren. Leichte, helle Kleidung hilft dabei, den Körper vor Überhitzung zu schützen. „Generell ist die Hitze für den Kreislauf ermüdend. Körperliche Anstrengungen und sportliche Aktivitäten sollten an den Tagesrand verlegt oder mitunter ganz vermieden werden“, rät Oberärztin Cordula Menjon, Kardiologin am LKH Bregenz. „Neben genügend Flüssigkeit sollten wir eher leichte Kost zu uns nehmen und Alkohol meiden.“

Herzinfarktrisiko bei abrupter Abkühlung

Vorsicht ist auch bei der Abkühlung geboten. Ein Sprung ins kalte Wasser „erschrickt“ den Körper. „Dadurch können Blutdruck und Herzfrequenz rasch ansteigen. Das kann Herzrhythmusstörungen verursachen, was besonders bei Risikogruppen einen Herzinfarkt auslösen kann“, erklärt Wolfgang List, Oberarzt der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin am LKH Feldkirch. Manche Menschen hyperventilieren dann auch und atmen Wasser ein. „Wenn sie dann versuchen, Luft zu holen und Wasser einatmen, kann die Lunge keinen Sauerstoff mehr aufnehmen.“

Die Österreichische Gesundheitskasse rät bei Hitze ebenfalls zur Vorsicht und gibt Tipps: