Die Rosen Waibel Handels GmbH hatte Mitte Juni gemeinsam mit zwei weiteren Unternehmen der Waibel-Gruppe Insolvenz angemeldet. Für die Handelsgesellschaft wurden damals Verbindlichkeiten von rund 2,5 Millionen Euro angegeben. Das Unternehmen strebt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung an, berichtet die Wirtschaftspresseagentur.
Belegschaft deutlich verkleinert
Laut Insolvenzverwalter Tobias Gisinger läuft der Betrieb des Gartencenters derzeit planmäßig weiter. Dafür sei ein engmaschiges Controlling eingerichtet worden. Entscheidend sei nun, dass sich das Geschäft weiterhin wie geplant entwickle und es zu keinen größeren Umsatzeinbrüchen komme.
Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wurde die Belegschaft deutlich verkleinert. Statt ursprünglich 23 sind derzeit noch zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Zudem wurden die Bereiche Floristik, landwirtschaftliche Produktion sowie der To-Go-Vertrieb eingestellt.
Mehr als 700.000 Euro an Forderungen angemeldet
Die Sanierungsplantagsatzung ist für Anfang September angesetzt. Bislang haben rund 50 Gläubiger Forderungen von mehr als 700.000 Euro angemeldet. Laut Gisinger handelt es sich dabei um einen Zwischenstand, die Summe dürfte noch steigen.
Die Betriebsräumlichkeiten des Gartencenters sind von der ebenfalls insolventen Waibel Produktions GmbH angemietet. Dort wurde die landwirtschaftliche Produktion bereits kurz nach der Insolvenzeröffnung eingestellt. Auch in diesem Verfahren soll Anfang September über den Sanierungsplan verhandelt werden.