Erst Ende Juni wurden zwei Nester der Asiatischen Hornisse in Lustenau entdeckt. Damals nisteten die Tiere in einem Baucontainer, nur eines war bewohnt. Wenig später wurde eine einzelne Hornisse auf einer Dornbirner Terrasse entdeckt. Erst vergangene Woche wurde ein weiteres Nest in Lustenau entdeckt. Laut Elisabeth Ritter handelt es sich dabei um ein „Primärnest“, das bedeutet, es wurde von der Königin gebaut, die nun die ersten Arbeiterinnen aufzieht. „Es waren schon viele Tiere emsig bei der Arbeit“, erzählt Ritter.

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Hornisse zerlegt Honigbiene

Die Asiatische Hornisse ist besonders für die Honigbiene gefährlich. „Sie hat entdeckt, dass es im Bienenstock ein leckeres Buffet gibt.“ Die Hornisse warten vor dem Einflugloch und zerlegen die Bienen noch in der Luft. „Sie trennt Kopf, Flügel, Hinterleib und Beine ab und bringt dann die Flugmuskulatur zu ihren Larven ins Nest.“

Wer eine Asiatische Hornisse findet, soll sich direkt an die Fachberatung der inatura wenden, appelliert Ritter. Die Asiatische Hornisse unterscheidet sich vor allem in der Farbe von den europäischen Artgenossen. Kopf und Körper sind schwarz, der Hinterleib hat ein gelbes Band und eine gelbe Spitze.

Das Land Vorarlberg hat auch Imkerinnen und Imker gebeten, ihre Bienenstöcke genauer in Auge zu haben. ´Bei regulären Besuchen der Völker sollte der Bienenflug etwa 20 Minuten lang beobachtet werden, um ein mögliches Auftreten der Asiatischen Hornisse zu erkennen.

Sichtungen melden

Verdachtsfälle sollten möglichst mit Foto oder Video dokumentiert und an die unten genannten Stellen gemeldet werden. Wichtig ist vor allem, dass die Farben des Tieres auf dem Foto bzw. Film gut sichtbar sind. Auch die Allgemeinheit ist aufgerufen, Sichtungen zu melden und auf das Fangen oder Töten der Tiere zu verzichten, da Verwechslungen mit der geschützten Europäischen Hornisse möglich sind. Bitte melden Sie Sichtungen und Verdachtsfälle an das Zentrale Velutina-Meldeportal oder per E-Mail an den Imkerverband Vorarlberg: velutina@viv.at

Für gesunde Menschen ist die Asiatische Hornisse ähnlich ungefährlich wie die heimische Hornisse. Beide Arten verhalten sich weit entfernt vom Nest friedlich und greifen Menschen normalerweise nur bei Bedrohung an. Sollte es zu einem Stich kommen, sind allergische Reaktionen möglich. Das Land warnt ausdrücklich davor, sich einem Nest zu nähern oder es eigenständig zu entfernen, da die Tiere ihr Nest aggressiv verteidigen und es zu multiplen Stichverletzungen kommen kann.