Noch ist der Juli nicht ganz vorbei, aber bereits jetzt dürfen sich die Vorarlberger Freibäder über deutlich steigende Besucherzahlen freuen.
Im Seebad Bregenz wurden bis Ende Juli des Vorjahres rund 73.000 Badegäste gezählt. Heuer waren es bis zum 29. Juli bereits 118.000 Besucherinnen und Besucher, wie Betriebsleiter Alexander Fritz von den Stadtwerken Bregenz mitteilt. Das entspricht einem Plus von 61 Prozent. Dabei sind zwei Julitage noch nicht mitgerechnet – und diese werden von hochsommerlichen Temperaturen geprägt sein. Die Zahl der Badegäste dürfte daher bis Monatsende weiter deutlich steigen.
Plus 56 Prozent im Waldbad Gisingen
Auch das Waldbad Gisingen in Feldkirch verzeichnet heuer einen deutlichen Besucherzuwachs. Bislang wurden in dieser Sommersaison knapp 72.000 Badegäste gezählt, berichtet Regina Morscher von den Feldkircher Freizeitbetrieben. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es rund 46.000 Besucherinnen und Besucher. Das entspricht einem Plus von 56 Prozent.
Über eine bisher besonders erfolgreiche Saison darf sich auch das Erholungszentrum Rheinauen in Hohenems und Altach freuen. Dort wurden bislang bereits mehr als 100.000 Badegäste begrüßt. Damit hat das Bad schon jetzt die Besucherzahl der gesamten Vorjahressaison erreicht, sagt Geschäftsführer Ewald Petritsch gegenüber dem ORF Vorarlberg. Da der Sommer noch einige Wochen andauert, dürfte dieser Wert bis zum Saisonende deutlich übertroffen werden.
Walgaubad dürfte Besucherrekord knacken
Auch das Walgaubad in Nenzing verzeichnet heuer deutlich mehr Badegäste als im Vorjahr. Geschäftsführer Oliver Tschabrun spricht von einem Besucherplus von rund 20 Prozent. Bis Ende Juli wurden bereits rund 70.000 Badegäste gezählt. Damit fehlen nur noch wenige Tage, um den Besucherrekord aus dem „Jahrhundertsommer“ 2003 zu übertreffen.
30 Liter Frischwasser pro Badegast
Die hohen Besucherzahlen bringen für die Freibäder allerdings auch einen deutlich höheren Aufwand mit sich. So wird an stark frequentierten Tagen zusätzliches Personal benötigt. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Chlor für die Wasseraufbereitung sowie an Frischwasser für die Rückspülung der Filteranlagen. „Pro Badegast werden an einem Badetag rund 30 Liter Wasser benötigt“, erklärt der Geschäftsführer der Rheinauen.
Keine längeren Öffnungszeiten
Trotz der anhaltenden Hitze denken die meisten Freibäder nicht über längere Öffnungszeiten nach. In der Regel schließen die Bäder in Vorarlberg um 20.00 Uhr. Gründe dafür sind der zusätzliche Personalbedarf und die umfangreichen Arbeiten nach Betriebsschluss. „Für die Aufräumarbeiten brauchen wir mindestens noch eine Stunde Tageslicht“, erklärt Tschabrun, Geschäftsführer des Walgaubads.
Im Seebad Bregenz stelle sich die Frage gar nicht, so Fritz. Das liegt auch an der direkten Nähe zur Seebühne der Bregenzer Festspiele. Hier würden natürlich die Lautsprecherdurchsagen im Bad zu späterer Stunde die Oper stören.
Derzeit sinken die Temperaturen auch in der Nacht kaum unter 20 Grad. In den befragten Bädern ist aber auch das Nachtschwimmen nicht aktuell. Für die Aufräumarbeiten müsste das Personal bis nach 23.00 Uhr arbeiten und dann am nächsten Tag für die weiteren Aufräumarbeiten bei Tageslicht viel früher kommen. Das sei personell nicht möglich, erklärt etwa der Geschäftsführer des Walgaubads.