In Vorarlberg gibt es 66 „Sternenbänkle“. Sie sollen an jene Kinder erinnern, die nicht die Möglichkeit hatten, nach Hause zu kommen, erklärt Andreas Uher vom Verein „VergissMichNicht – Sternenkinder Fotografie“. Pro Jahr werden in Vorarlberg rund 1.000 Sternenkinder geboren. Der Verein wird im Schnitt jeden zehnten Tag kontaktiert, um Bilder eines Sternenkindes im Krankenhaus zu machen. „Wir versuchen es sehr ästhetisch und würdevoll umzusetzen“, so Uher.
In 37 Gemeinden sind die „Sternenbänkle“ zu finden. Dafür wurden bestehende Bänke mit QR-Codes versehen, die auf das Angebot von „VergissMichNicht“ verlinken. In Zukunft soll auf die Homepage des Sozialkompass Vorarlberg umgeleitet werden. Auf beiden Seiten sind alle Informationen für betroffene Eltern und Angehörige zu finden. Die gewidmeten „Bänkle“ sollen zum Innehalten und zum Dialog einladen, so Andreas Uher.
Wie wichtig der Dialog ist, weiß auch Andrea Frede. Sie hat vor 13 Jahren ein Sternenkind zur Welt gebracht. „Ich freue mich total, dass es diese ‚Bänkle‘ gibt, weil es ein Zeichen für die Kinder ist, die nicht da sein können. Es macht sie sichtbar.“ Als ihr Kind zur Welt kam, sei es noch ein Tabuthema gewesen. „Ich freue mich, dass es Platz in unserer Gesellschaft findet.“