So malerisch die Ganitza-Alpe auch ist, für die im Ganitzabach lebenden Fische wäre ihre Heimat beinahe zur Todeszone geworden – wenn nicht eine Handvoll Fischer am Samstag zur Rettung geeilt wäre. Normalerweise ist das Bachbett mehrere Meter breit, inzwischen fließt dort nur noch ein dünnes Bächlein, fast ein Rinnsal.
Elektro-Kescher betäubt die Fische
Schritt für Schritt gingen die Fischer die letzten verbliebenen, etwas tieferen oder breiteren Wasserstellen ab und fingen die Fische mit elektrischer Hilfe. „Wir haben vorne am Kescher die Anode und hinten die Kathode“, erklärt Markus Tinkhauser vom Fischereiverein Feldkirch im Interview mit dem ORF Vorarlberg: „Also vorne ist plus hinten minus und dazwischen fließt Gleichstrom mit bis zu 500 Volt. Dadurch werden die Fische kurzfristig betäubt und dann keschern wir sie ab und geben sie in mit Sauerstoff angereichertes Wasser.“
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Rund 800 Fische gerettet
Erstaunlich viele Fische konnten so aus dem noch übrigen Wasser gerettet werden. Für die Fischer sind es ganz besondere Exemplare, erklärt Tinkhauser: „Die Fische hat man nicht besetzt, es sind alles Fische aus Selbstaufkommen. Das ist Gold wert. Es sind alles Bachforellen und Groppen.“ Die Groppe oder Koppe soll einst Kaiser Franz Josef besonders geschmeckt haben, wissen die Fischer zu berichten.
Fisch-Rettungsaktion im Laternsertal
Schutzzone mit Damm und Schatten
Die Fischereirechte am Ganzitzabach haben Gerhard und Peter Vith. Sie haben am Taleingang einen kleinen Damm errichtet. „Die ganzen Fische, die wir herausnehmen, setzen wir flussabwärts von dem Damm wieder ein, damit sie nicht gleich wieder zurück schwimmen“, erklärt Gerhard Vith. Außerdem haben die beiden mit Zweigen auch Schattenzonen geschaffen: „Damit die Fische sich dort im Schatten aufhalten können und sich das Wasser dort nicht so schnell erwärmt.“ Die Temperaturen seien ohnehin bereits kritisch.
Ehrenamtliche Rettungsaktion
Es habe noch nie so eine große Abfischaktion gegeben, sagen die Helfer des Fischereivereins Feldkirch und eines ist klar: Ihre ehrenamtliche Arbeit war am Samstag alles andere als „für die Fisch“.