„Die für die Erstellung und Erneuerung von Katastrophenschutzplänen vorgesehen Mittel wurden aufgrund von Projektverzögerungen nicht benötigt“, so steht im Rechnungsabschluss des Landes Vorarlberg für das Jahr 2025.
Die Pläne würden „laufenden Adaptierungen und Aktualisierungen“ unterliegen, heißt es dazu von der Landesregierung auf Anfrage des ORF Vorarlberg. Man sei dabei, das Muster für die Katastrophenpläne zu erneuern. „Dies betrifft im Wesentlichen das ,Grundgerüst’ bzw. das befüllbare Muster, nicht den Inhalt.“
Günstigere Blackout-Übung
Das Land musste im Vorjahr allerdings eine geplante Katastrophenübung absagen. Eigentlich wollte man ein Rheinhochwasser simulieren, doch die Pläne dafür lagen noch nicht vor. Stattdessen wurde umdisponiert und eine Blackout-Übung mit den illwerken vkw durchgeführt. Diese fiel deutlich günstiger aus, weil „keine Vor-Ort-Übung mit Aufbau und Darstellern erforderlich war“.
„Für den Fall eines Rheinhochwassers gibt es Katastrophenpläne, welche mit den beteiligten Gemeinden und Bezirkshauptmannschaften laufend überprüft und weiterentwickelt werden“, heißt es dazu vom Land. Dies gelte „auch für Maßnahmen im Zusammenhang mit allenfalls notwendigen Evakuierungen.“
Land „weist Berichterstattung zurück“
Das Amt der Landesregierung wies die Berichterstattung des ORF Vorarlberg in einer Aussendung am Montag zurück. Es habe „keine Verzögerungen“ gegeben. Im Rechnungsabschluss, der ebenfalls vom Amt der Landesregierung erstellt wurde, heißt es jedoch wörtlich:
„Durch Verzögerungen bei der Rhein-Evakuierungsplanung wurde im Jahr 2025 kurzfristig das Übungsthema gewechselt und in Kooperation mit den Illwerken eine landesweite Tabeldesk-Katastrophenkommunikationsübung zum Thema Blackout mit Beteiligung der Gemeinden organisert (sic). Da keine vor Ort Übung mit Aufbau und Schaustellern erforderlich war, wurde der budgetierte Betrag nur in geringem Ausmaß benötigt.“