An manchen Messstellen in Vorarlberg ist der Boden bis in eine Tiefe von 50 Zentimetern fast völlig ausgetrocknet. „In Vorarlberg haben wir derzeit zwischen vier und 19 Prozent Bodenfeuchte in 50 Zentimetern Tiefe“, so Batlogg. Damit sei es auch schon in einer großen Tiefe sehr trocken, die Wert seien „alarmierend“.
Das Waldbrandrisiko besteht aus drei Faktoren, wie Batlogg erklärt: „Es ist die Lufttemperatur, die Bodenfeuchte und der Wind. Und diese drei sind derzeit einfach sehr alarmierend. Wir haben sehr hohe Temperaturen, wir haben einen sehr trockenen Boden und wir haben aufgrund der Temperaturen sehr viel Thermik und das beschleunigt das ganze Waldbrandthema.“
Brände dehnten sich im Erdreich aus
Wenn jetzt etwas passiere, sei die Gefahr, dass auch große Waldbrände entstehen können, erheblich. Risikofaktor Nummer Eins sei dabei der Mensch. Heiß gelaufene Bremsscheiben eines Mountainbikes könnten bereits einen Brand auslösen, sagt Batlogg.
Zuletzt gab es auch Wald- und Flurbrände in Vorarlberg, bei denen bis tief ins Wurzelwerk und ins Erdreich gelöscht werden musste. Dass sich Brände unbemerkt entwickeln könnte, befürchtet Batlogg aber eher nicht. „Das Thema in der großen Tiefe ist, dass es dort so trocken ist. Es ist eher so, dass es sehr lange braucht, bis der Boden in dieser Tiefe wieder feucht wird. Das heißt, wir brauchen mehrere Tage, wenn nicht Wochen lang ergiebigen Niederschlag, dass die Reserven im Boden wieder aufgefüllt werden können.“