Bei einem Unwetter am vergangenen Mittwoch wurde die Kläranlage in Sölden (Bezirk Imst) stark in Mitleidenschaft gezogen, das Betriebsgelände wurde großflächig von einer Mure verschüttet. Die Anlage ist außer Betrieb, das Abwasser wird in die Ötztaler Ache geleitet.

Die Behörde habe dies aufgrund der „derzeitigen gesamthaften Ausnahmesituation“ mit einer einstweiligen Verfügung genehmigt, heißt es beim Land Tirol. Laut Expertinnen und Experten des Landes seien keine umweltrelevanten oder gesundheitlichen Auswirkungen zu erwarten. Der Schaden in der Kläranlage lässt sich derzeit noch nicht abschätzen – mehr dazu in tirol.ORF.at: Pausenloses Arbeiten an Kläranlage Sölden.

Fotostrecke mit 14 Bildern

17 Vorarlberger für zwei Tage im Einsatz

Rund 150 Freiwillige arbeiten daran, die Anlage vom Schlamm zu befreien. Seit Freitag werden die Tiroler Einsatzkräfte durch zusätzliche Katastrophenschutzzüge aus andren Tiroler Bezirken sowie dem Bundesheer mit 25 Kräften unterstützt. Für die nächsten Tage wurde weiteres schweres Gerät gefordert.

Am frühen Montagmorgen wurden auch die Hochwasser-Stützpunktfeuerwehr Thüringen und die Betriebsfeuerwehr der Firma LUF in Thüringen vom Land Tirol zum Hilfseinsatz nach Sölden gerufen. Mit Spezialpumpen helfen die insgesamt 17 Vorarlberger unter anderem, den Schlamm und das Wasser der Mure aus den zehn Meter tiefen Klärschlammbecken hochzupumpen, wie Abschnittskommandant Thomas Bargehr gegenüber dem ORF Vorarlberg schilderte. Dabei werde mitunter auch Schutzkleidung getragen, denn schließlich könnten Rückstände von Fäkalien vorhanden sein. „Der Geruch ist jedenfalls da“, so Bargehr. Der Einsatz der Vorarlberger Feuerwehrleute ist für zwei Tage anberaumt.