„Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass es wieder ein Wolf war“, sagte Schatz am Montagabend im Interview mit dem ORF Vorarlberg: „Alle Indizien sprechen dafür.“ Die Alpila Alpe liegt im Gauertal, quasi auf der anderen Talseite von der Tilisuna Alpe bei Tschagguns im Montafon, wo am Sonntag ein Jungrind gerissen worden ist. „Die geographische Nähe lässt darauf schließen, dass es derselbe Wolf gewesen sein dürfte“, so der Wildbiologe.
Vermutlich drei Tiere gerissen
Gerissen wurden ein Esel und ein etwa zehnmonatiges Kalb, teilte Schatz mit. Beide Tiere waren laut Schatz „aufs Schwerste verletzt“ worden und mussten notgetötet werden. Ein weiteres Jungrind sei noch abgängig. „Die Älpler nehmen jetzt die restlichen sieben Esel von der Alpe herunter und müssen die Rinder einstallen. Das ist ein hoher Arbeitsaufwand“, sagte Schatz nach seinem Lokalaugenschein auf der Alpila Alpe. Die Jäger seien bereits informiert und ohnehin „intensiv unterwegs, um den Wolf zu entnehmen“.
„Die Esel sind jetzt in Sicherheit. Das Vieh bleibt auf der Nachtweide um die Hütte herum“, sagte Alpmeister Matthias Salzgeber von der Alpe Grabs-Alpila im Interview mit dem ORF Vorarlberg am Montagabend.
Wolf am Sonntag zum Abschuss freigegeben
Nach dem Riss eines Jungrinds auf der Tilisuna Alpe im Gemeindegebiet von Tschagguns (Montafon) ist am Sonntag ein Wolf zum Abschuss freigegeben worden. Das hatte das Land am Sonntagabend mitgeteilt. Die Freigabe gilt ab sofort bis 30. September in den betroffenen Jagdgebieten.