Frau S. sollte 239 Euro für ein Jahresabonnement der App „NovaMenstruhilfe“ zahlen, obwohl sie weder die App installiert noch jemals die Seite besucht hat – das berichtet die Arbeiterkammer in einer Aussendung am Dienstag. Sie sei aber nicht das einzige Opfer des Onlinedienstes. „Beinahe täglich melden sich Vorarlbergerinnen und Vorarlberger bei uns, die erfundene Rechnungen von ‚NovaMenstruhilfe‘ erhalten“, sagt AK-Konsumentenschützer Franz Valandro.

Drei ähnliche Betrugsmaschen

Es erinnere stark an die „Masche“ von „Bongochat“ und „Novaitalia“, die ebenfalls erst kürzlich wahllos Rechnungen verschickt hatten. Dass sich die Vorgehensweisen ähneln, ist laut Valandro nicht verwunderlich. „‚NovaMenstruhilfe‘, ‚Bongochat‘ und ‚Novaitalia‘ weisen alle dasselbe Impressum mit Sitz in China auf.“

Rechnungen nicht überweisen

Die Internetseite von „NovaMenstruhilfe“ wirkt sehr seriös, die URL endet auf .de. „Das ist aber nur schöner Schein. Eine .de-Domain kann man von überall auf der Welt aus kaufen.“ Valandro appelliert, solche Rechnungen keinesfalls zu überweisen, auch nicht bei Mahnungen oder Inkassodrohungen. „Widersprechen Sie den Rechnungen schriftlich und erklären Sie, keine Dienste in Anspruch genommen zu haben.“