Die Frau schwamm gegen 17.30 Uhr vom Sporthafen in Bregenz mit Schwimmhilfe in den Bodensee. Nach etwa zehn Metern bekam sie Probleme und rief um Hilfe. Zwei Badegäste brachten sie ans Ufer, wo die 87-Jährige das Bewusstsein verlor.
Badegäste reanimieren Frau
Die Badegäste begannen mit der Reanimation. Die Frau wurde von den Rettungskräften stabilisiert und in Begleitung einer Notärztin ins Landeskrankenhaus Bregenz gebracht.
Herzinfarktrisiko beim Sprung ins kalte Wasser
Während einer Hitzewelle ist auch bei der Abkühlung Vorsicht geboten. Ein Sprung ins kalte Wasser „erschrickt“ den Körper. „Dadurch können Blutdruck und Herzfrequenz rasch ansteigen. Das kann Herzrhythmusstörungen verursachen, was besonders bei Risikogruppen einen Herzinfarkt auslösen kann“, erklärt Wolfgang List, Oberarzt der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin am LKH Feldkirch. Manche Menschen hyperventilieren dann auch und atmen Wasser ein. „Wenn sie dann versuchen, Luft zu holen und Wasser einatmen, kann die Lunge keinen Sauerstoff mehr aufnehmen.“
Regeln an heißen Tagen
Vor allem an heißen Tagen sollten einige Regeln beachtet werden, heißt es bei der Wasserrettung Vorarlberg.
Nur entsprechend abgekühlt ins Wasser gehen
Nicht mit vollem oder ganz leerem Magen baden
Nur springen, wenn man den Untergrund kennt, das Wasser tief genug und frei ist
Als Nichtschwimmer maximal bis zur Brust ins Wasser gehen
Luftmatratze, Autoschlauch und Gummitiere sind keine Schwimmhilfen
Zieht ein Gewitter auf, das Baden sofort beenden
Vorsicht auf Rutschen: genügend Abstand halten und im Wasser sofort zur Seite gehen
Zur Behandlung von kleinen Blessuren empfiehlt sich die Mitnahme einer Erste Hilfe-Box
Tipps bei Hitze:
Die Österreichische Gesundheitskasse rät bei Hitze ebenfalls zur Vorsicht und gibt Tipps: