Leere oder defekte Batterien sind generell der häufigste Pannengrund: „Hohe Temperaturen setzen Batterien stark zu und lassen sie dadurch schneller altern“, sagt Stephan Fritz, Experte für Fahrzeugtechnik beim ÖAMTC Vorarlberg. Für klassische Blei-Starterbatterien liegt die „Wohlfühltemperatur“ bei etwa 25 Grad Umgebungstemperatur. Im Motorraum können Temperaturen von 60 bis 80 Grad erreicht werden. Nehmen Batterien Schaden, dann mache sich das ohnehin spätestens im Winter bemerkbar.
Zudem kommt es oft zur Überhitzung und des Motors: Undichte Kühlsysteme oder zu wenig Kühlmittel führen bei Sommerhitze schnell zum Motorschaden. Deshalb rät Fritz, regelmäßig Kühlflüssigkeit und bei dieser Gelegenheit auch den Ölstand zu prüfen.
Glühend heißer Asphalt stellt außerdem eine enorme Belastung für Reifen dar, da die hohen Temperaturen den Druck erhöhen können. Dadurch sind Reifenplatzer keine Seltenheit. Neben einer Sicht-, Verschleiß- und Altersprüfung sollte daher auch regelmäßig der korrekte Reifendruck sichergestellt werden.
Vorsicht bei Winterreifen im Sommer
Besonders problematisch: Es sei zu beobachten, dass viele aktuell noch mit Winterreifen unterwegs sind, die für die kommende Saison zu wenig Profil haben. Winterreifen sind im Sommer zwar nicht verboten. Die vermeintliche Ersparnis sei aber auch falsches Sparen an Sicherheit, warnt Fritz. „Die Gummimischung von Winterreifen passt nicht zu den Sommer-Bedingungen. Durch die anderen Eigenschaften wird nicht nur der Verschleiß höher, sondern vor allem auch der Bremsweg deutlich länger.“
Das Beste aus der Klimaanlage herausholen
Nach einer Viertelstunde in der prallen Sonne kann die Lufttemperatur im Auto auf über 45 Grad ansteigen. „Einen Spalt“ in den Fenstern zu öffnen hilft so gut wie nichts, denn die Luft kann kaum zirkulieren. Armaturenbretter und Sitze heizen sich auf bis zu 80 Grad auf.
Um die Klimaanlage effizient und sinnvoll zu nutzen, rät der ÖAMTC zu einfachen, aber wirkungsvollen Tricks: