In der Bregenzer Bucht kann man beim Bootsverleih derzeit zu Fuß von einem Boot zum nächsten gehen. Der See sei hier nur rund 20 Zentimeter tief, so Bootsverleiherin Cindy Morscher-Feurstein. Seit dieser Woche kann sie ihre Elektro-Motorboote deshalb nicht mehr vermieten. Teilweise sitzen die Boote bereits am Grund auf, Schrauben und Antriebe könnten beschädigt werden. Zusätzlich setzen sich Seegras und Sand in den Antrieben fest.
Erstmals im August der Fall
Bei der üblichen Saisoneröffnung Ende März, Anfang April könne man meist wegen des Wasserstands nur mit Tretbooten starten, so Morscher-Feurstein. Dass es aber auch im August so ist, sei noch nie zuvor der Fall gewesen.
Finanziell bedeutet das Wetter für die Bootsvermieterin große Einbußen, schließlich handelt es sich hier um ein Saisongeschäft. Hoffnung würde längerer Dauerregen bringen, dieser sei aber nicht in Sicht, so Morscher-Feurstein. Wenn der Pegel des Bodensees weiter sinkt, könnte es sogar sein, dass der Bootsverleih in Bregenz vorübergehend ganz schließen muss.
Im Harder Binnenbecken geht es noch
Die Bootsvermietung Feurstein hat ihre Elektroboote zum Standort Hard gebracht. Dort kann man damit noch auf den Bodensee hinausfahren, da sich der Verleih im Binnenbecken befindet. Doch auch hier sinkt der Pegel und damit ist ungewiss, wie lange der Betrieb noch aufrechterhalten werden kann. Die Bootsvermietung Feurstein ist die einzige Anbieterin am Vorarlberger Bodenseeufer.