Der Verkehrsverbund Vorarlberg hat die Anzahl der Tarifzonen für Bus- und Bahnfahrten deutlich reduziert. Statt fast 100 Gebieten gibt es nun drei Tarifzonen: „Lokal“, „Regio“ und „Maximo“ – mehr dazu in Neue Öffi-Tarife ab Juni: Drei Zonen ersetzen Domino-System (vorarlberg.ORF.at). Die Umstellung kommt nicht bei allen gut an, Kritik kommt von Fahrgästen, aber auch aus der Politik.

Vereinfachung als Ziel

Der Verkehrsverbund steht aber weiterhin hinter der Umstellung. Mit der Reform habe man das Ziel verfolgt, den Tarifdschungel durch eine klare und einfache Struktur zu ersetzen, so der Verkehrsverbund. Probst erklärt, dass jede Umstellung Gewinner und Verlierer mit sich bringe. Einige Fahrten mögen teurer geworden sein, insgesamt sieht man aber mehr Vorteile im neuen System.

Neue Zielgruppen erreichen

Durch die vereinfachte Struktur sollen neue Zielgruppen angesprochen werden, sagt Christian Hillbrand, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Vorarlberg. Insbesondere sollen Menschen, die vorher das Auto bevorzugten, nun motiviert werden, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Die Kritik wird teilweise auf die Wahrnehmung der Fahrgäste zurückgeführt, während die Vorteile des Systems leise akzeptiert werden. Der Verkehrsverbund gibt zu, dass einige Fahrten teurer wurden, um die Finanzierung des Betriebs sicherzustellen.

Jahresticket als Sparoption

Das Jahresticket bleibt die kostengünstigste Option für Vielfahrer. Der Verkehrsverbund plant, die Anzahl der verkauften Jahrestickets zu erhöhen. Im vergangenen Jahr wurden bereits 92.000 Stück verkauft. Mit dem neuen Tarifplan hofft man auf steigende Verkaufszahlen in dieser Kategorie.