Der Lieferengpass bei Adrenalin-Pens ist auch in Vorarlberg spürbar, sagt der Apothekensprecher Christof van Dellen gegenüber dem ORF Vorarlberg. Es könne zu längeren Wartezeiten kommen. Solche Engpässe gebe es zwar immer wieder, aber heuer sei die Nachfrage nach den Pens besonders groß.
Zum einem sei heuer ein Wespenjahr – und das in ganz Europa – zum anderen reagierten immer mehr Menschen allergisch. Zusätzlich werde die Situation dadurch verschärft, dass Österreich bei den Lieferungen nicht an erster Stelle stehe, weil andere Länder mehr dafür bezahlen würden, so van Dellen.
Pens können ablaufen
Wird ein Allergiker gestochen, dann kann der Pen zum Lebensretter werden. Er verabreicht bei einem lebensgefährlichen, allergischen Schock sofort eine Dosis Adrenalin in den Oberschenkelmuskel. Das Hormon stoppt die Reaktion, indem es den Blutdruck stabilisiert und die Atemwege weitet. Die Pens können aber ablaufen, meist nach einem Jahr, sagt Van Dellen. Dann sollte er ausgetauscht werden. Im Notfall sei es aber besser, den abgelaufenen Pen zu nehmen, anstatt ihn gar nicht zu verwenden, rät der Apotheker.
Für Nicht-Allergiker ist der verschreibungspflichtige Pen nicht vorgesehen. Es handle sich dabei um ein medizinisches Notfallgerät, sagt Van Dellen. Wird ein Nicht-Allergiker gestochen, dann sollte die Stichstelle gekühlt werden; auch ein Insektengel kann helfen, außerdem gebe es bei stärkeren allergischen Reaktionen auch Medikamente, die eingenommen werden können.
Um Wespenstiche zu vermeiden, sollten Insekten nicht provoziert werden. Hände und Mund nach dem Essen waschen, vor allem bei Kindern. Obst und süße Speisen ziehen Wespen an, ebenso wie Parfüm und bunte Kleidung. Vorsicht beim Trinken: Wespen kriechen oft in Flaschen und Gläser. Um Stiche zu vermeiden, Getränke abdecken und Reste im Freien schnell beseitigen. Bei Nestern ist ein Sicherheitsabstand von mindestens drei Metern ratsam.