Große Menschenangruppen versammelten sich an Orten mit gutem Blick nach Westen, um das spektakuläre und relativ seltene Himmelsereignis zu verfolgen. Natürlich wurde die zum Teil vom Mond verdeckte Sonnenscheibe auch millionenfach fotografiert. Wir zeigen auf unserer Bilderstrecke, wie die Menschen das Ereignis verfolgten und einige der zahlreichen Sonnenfotos, die am Mittwochabend geschossen worden sind.

Nach 50 Minuten war das Ereignis vorbei

Die Sonnenfinsternis begann in Vorarlberg gegen 19.22 Uhr, das Maximum wurde gegen 20.17 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt stand die Sonne allerdings bereits sehr tief am westlichen Horizont – nur noch etwa zwei Grad über der Horizontlinie, sagte der Vorarlberger Astronom Robert Seeberger. Ein freier Blick nach Westen, Nord-Westen, war daher entscheidend.

Fotostrecke mit 34 Bildern

Sonne war nicht ganz bedeckt

Der Bedeckungsgrad der Sonne durch den Mond lag in Vorarlberg bei 88 bis 90 Prozent liegen, einer der höchsten Werte in Österreich. Bei der Beobachtung war höchste Vorsicht geboten: Ein Blick in die Sonne ohne geeigneten Schutz kann zu schweren, bleibenden Augenschäden führen, erklärte die Bludenzer Optikerin Sivia Ibele gegenüber dem ORF. Nur zertifizierte Sonnenfinsternis-Brillen mit der Norm ISO 12312-2 oder geprüfte Solar-Filter für Teleskope und Kameras waren sicher.

Vielerorts warem die Schutzbrillen seit Anfang der Woche jedoch ausverkauft. Ein weiteres Highlight folgte in der Nacht vom 12. auf den 13. August: Der Perseiden-Meteorschauer erreichte sein Maximum. Da zeitgleich Neumond ist, herrschten perfekte Bedingungen für die Beobachtung von Sternschnuppen, erklärte Seeberger. Er rechnete mit mindestens einer Sternschnuppe pro Minute.