Die anhaltende Trockenheit und der daraus folgende niedrige Wasserstand des Bodensees zwingt nun die Bezirkshauptmannschaft Bregenz zum Einschreiten. Bereits Ende Juni hat die Wasserpolizei die Behörde auf Probleme in der Fußacher Bucht aufmerksam gemacht. In der dortigen Fahrrinne – über sie können Boote in die ansonsten zu seichte Bucht einfahren – gibt es Untiefen.
Diese liegen „an mehreren Stellen entlang der westlichen Seite der äußeren Fahrrinne.“ Laut Wasserpolitzei beträgt die Wassertiefe dort nur noch etwa 1,2 Meter. „In letzter Zeit kam es vermehrt zu Vorfällen, bei denen Segelboote aufgrund dieser Untiefen auf Grund gelaufen sind“, heißt es in der Begründung der Behörde.
Gefahr für die Schifffahrt
Die BH hat zwei Sachverständige zu Rate gezogen. Diese „haben die Situation gemeinsam vor Ort begutachtet und festgestellt, dass die Schifffahrtsrinne“ nicht mehr den Anforderungen entspricht. „Aufgrund der aktuellen Trockenperiode weist der Bodensee derzeit einen extrem niedrigen Pegelstand auf“, erklärt die Behörde weiter. „Dies verschärft die Situation erheblich und stellt mit teilweisen Wassertiefen von unter 1,4m ein unmittelbares Sicherheitsrisiko für die Schifffahrt dar.“
Der niedrige Pegel verschärft die Probleme, die durch bereits vorhandene Sedimentablagerungen entstehen. Nun wird die äußere Fahrrinne um etwa 25 Meter verengt. Zusätzlich wird die Höchstgeschwindigkeit auf 5 Kilometer pro Stunde halbiert. Die Schifffahrtszeichen müssen dafür angepasst werden. Sobald die neuen Begrenzungen montiert sind, tritt die Verordnung in Kraft.