Im Wohnhaus in Hard leben 21 Menschen mit Behinderung. 15 Sozialbetreuer und Sozialbetreuerinnen stehen der Einrichtung zur Verfügung, tagsüber sind sechs im Einsatz. Sozialbetreuerin Monika Galehr spürt einen deutlichen Mehraufwand während der heißen Tage: „Die Arbeit selbst bleibt die gleiche. Aber es wird belastender. Trotz der Hitze muss die Pflege weiter gemacht werden, wenn nicht sogar mit mehr Aufwand als sonst.“
Die Bewohner und Bewohnerinnen des Wohnhauses zeigen an extremen Tagen unterschiedliche Hitzesymptome: „Sie sind zum Teil müde oder zeigen sogar Krankheitssymptome. Man weiß nicht gleich, was los ist – die Hitze, oder etwas anderes, das sie schlapp macht.“
Fehlende Kühlanlagen
Walter Küng, Leiter des Wohnhauses in Hard, beschreibt die Situation als intensiv: „Die Situation war in den letzten Wochen massiv herausfordernd. Wir versuchen das Beste mit den uns vorhandenen Ressourcen zu machen. Gut ist es aber nicht.“
In den Lebenshilfe-Einrichtungen fehlen oft Kühlanlagen, einige haben nicht einmal Rollläden. Die Nachfrage nach mehr Schattenplätzen und Ventilatoren ist groß, aber eine Klimaanlage scheint derzeit unrealistisch.
Hitze belastet Bewohner der Lebenshilfe
Bemühungen um Hitzeschutz
Die Lebenshilfe Vorarlberg arbeitet an einem umfassenden Hitzeplan, um besser auf die steigenden Temperaturen reagieren zu können. Große Investitionen sind allerdings aufgrund begrenzter finanzieller Mittel schwer umsetzbar.
Daher ist die Lebenshilfe auf zusätzliche Spenden und Finanzierungen angewiesen. Vorerst wird auf kleinere, kosteneffiziente Maßnahmen wie Ventilatoren, Fußbäder oder Sprühnebel gesetzt, um die Situation für alle Beteiligten zu erleichtern.