Auf das Vorarlberger Landesfunkhaus kommt viel Veränderung zu. In der Landesdirektion sowie in der Chefredaktion ist ein Wechsel angesagt. Grund dafür ist die Neubesetzung der 13 Direktorinnen und Direktoren des ORF, die seit dieser Woche feststehen. Mit 2027 wechselt ORF Vorarlberg-Chefredakteurin Angelika Simma-Wallinger in die Direktion nach Wien und Julia Ortner übernimmt die Landesdirektion.

Die Neubesetzungen hat der designierte Generaldirektor Clemens Pig als Anlass genommen, in verschiedenen Landesstudios auf Antrittsbesuch vorbeizuschauen. Am Freitag war es in Vorarlberg so weit – inklusive Ausblick, wohin sich das Landesfunkhaus Vorarlberg entwickeln soll. Denn trotz finanziell herausfordernder Zeiten soll die Regionalität gestärkt werden.

Designierter ORF-Chef in Vorarlberg

Designierter ORF-Chef in Vorarlberg

Regionale, exklusive Inhalte

In dieser digitalen Medienwelt sei es wichtig, sich von großen Plattformen zu unterscheiden. „Landesstudios produzieren exklusive Inhalte, die man nur beim ORF findet“, erklärte Pig. Das werde in Zukunft noch viel wichtiger sein. Damit würden die Landesstudios auch an Bedeutung gewinnen.

Finanziell wird es keine Stärkung geben, der ORF ist bundesweit auf Sparkurs. Millionen müssen eingespart werden, weil die Haushaltsabgabe eingefroren ist. Außerdem müssen laut Pig rund 90 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr eingespart werden.

Jüngere Zielgruppe erreichen

Der Medienkonsum spiele sich zunehmend auf Smartphones und digitalen Plattformen ab, sagte der designierte ORF-Generaldirektor. Der ORF sei dabei auf einem guten Weg. Er wolle Programme für junge Menschen machen, die auch zu diesen Plattformen passen: „Man kann es ruhig so aussprechen: auch ein etwas cooleres Programm für die jüngeren Menschen". Beim digitalen Wandel bringe das ORF-Landesstudio Vorarlberg bereits viel Erfahrung mit. Es sei eine Art Musterstudio, das viele Erfolge erzielt habe, so Pig.