Je wärmer es ist, umso eher greifen die Käuferinnen und Käufer zu kleineren Flaschen und Tetra-Paks, weil viele unterwegs sind, heißt es vom Fruchtsaft-Hersteller Pfanner. Das bestätigt auch die Firma Rauch: „Warme Sommermonate wirken sich grundsätzlich positiv auf den Getränkekonsum aus, weil der Flüssigkeitsbedarf steigt und Erfrischungsgetränke stärker nachgefragt werden“, berichtet man dort. Besonders gefragt seien Wasser, Eistees sowie klassische Erfrischungsgetränke.

Die Hitze würde aber nicht automatisch zu mehr Absatz führen. Denn bei sehr hohen Temperaturen würde sich auch das Freizeitverhalten verändern.

PET oder Tetra Pak?

Seit der Einführung des Einwegpfands sind auch 0,5-Liter-Tetrapaks gefragt, aber einen „Run“ auf die Gebinde gibt es nicht.

„Eine generelle Verlagerung von PET-Flaschen zu Tetra-Pak-Verpackungen können wir derzeit nicht pauschal bestätigen. Vielmehr sehen wir, dass unterschiedliche Verpackungen unterschiedliche Konsumanlässe bedienen“, heißt es bei der Firma Rauch. Die tatsächlichen Verschiebungen würden von der Produktkategorie abhängen, berichtet man bei Pfanner.

System hat sich eingespielt

„Nach der Einführung des Einwegpfands war zu Beginn eine deutliche Verschiebung hin zu alternativen, nicht pfandpflichtigen Verpackungen erkennbar. Mittlerweile haben sich sowohl die Konsumentinnen und Konsumenten als auch der Handel an das neue System gewöhnt“, heißt es bei Pfanner. Pfandfreie Gebinde seien zwar weiterhin gefragt, das habe aber auch mit der steigenden Nachfrage nach kleineren Verpackungseinheiten zu tun.

Die Entwicklung werde genau beobachtet. Bei Bedarf können die Abfüllmengen für PET-Flaschen und Tetra-Paks kurzfristig angepasst werden, sagt man bei Pfanner und bei der Firma Rauch. Letztere macht darauf aufmerksam, dass die Produktionsplanung alle 14 Tage angepasst werde.