Altstoffe sind jene Wertstoffe, die getrennt gesammelt werden, damit sie wiederverwertet werden können. „Durch die getrennte Sammlung bleiben die Materialien im Kreislauf und können zu neuen Rohstoffen werden", heißt es seitens des Verbands der Österreichischen Entsorgungsbetriebe (VOEB).
4,6 Millionen Tonnen Müll
Neben Altstoffen gibt es den klassischen Restmüll, der österreichweit ebenfalls rund 1,5 Millionen Tonnen ausmacht. Knapp 1,2 Millionen Tonnen fallen als biogene Abfälle oder Grünabfälle an. Hinzu kommen unter anderem Problemstoffe oder Sperrmüll. Unterm Strich fallen in den österreichischen Haushalten laut Umweltbundesamt über 4,6 Millionen Tonnen Siedlungsabfälle an – davon rund 165.000 Tonnen in Vorarlberg.
Pro Kopf gerechnet kommen auf jeden Vorarlberger und jede Vorarlbergerin 403 Kilogramm Siedlungsabfälle – so wenig wie in keinem anderen Bundesland. 442 Kilogramm sind es in Wien und Kärnten. Am meisten fällt im Burgenland mit 590 und in Tirol mit 561 Kilogramm an, wie eine Statistik des Umweltbundesamtes zeigt.
Spitzenreiter Tirol
Ein Drittel der Siedlungsabfälle aus „Haushalten und ähnlichen Einrichten“ sind die sogenannten Altstoffe. Die Tiroler und Tirolerinnen sammeln pro Kopf am meisten Altstoffe – 218 Kilogramm pro Einwohnerin und Einwohner. Dahinter folgen Oberösterreich mit 195 Kilogramm und Salzburg mit 179. An vorletzter Stelle liegen die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger mit 152 Kilogramm gesammelter Altstoffe pro Einwohnerin und Einwohner – Schlusslicht ist Wien mit 103 Kilogramm.
„In eher ländlich geprägten Regionen fällt die Pro-Kopf-Sammelmenge höher aus, während sie in Städten niedriger ausfällt. Gründe dafür liegen in der Sammelinfrastruktur, aber auch bei der Bewusstseinsbildung", erklärt Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB.
Am meisten wird Altpapier gesammelt (37 Prozent), gefolgt von Altholz (20 Prozent) und Glasverpackungen (17 Prozent). Jede getrennt gesammelte Tonne geht durch die Hände der österreichischen Abfall- und Recyclingbetriebe, so Jüly abschließend.