Isabel Posch in der Staffel und beim 100-Meter-Sprint, Theresia Mohr als Geherin und Läuferin Lisa Redlinger: Die Vorarlbergerinnen gingen bei der Leichtathletik-EM in Birmingham mit großer Hoffnung an den Start, haben aber die für sich gesetzten Ziele verfehlt.

Keine Top-Ten-Platzierung für Redlinger

Lisa Redlinger hat den erhofften Top-Ten-Platz verpasst. Im Finallauf über die 5000 Meter hat es für die Lustenauerin nur für Rang 17 gereicht.

Die Läuferin war dann den Tränen nahe. „Für diese Zeit und diese Platzierung bin ich nicht hergekommen. Das ist ziemlich schade. Ich habe mir das so nicht vorgestellt. Ich bin sehr enttäuscht“, sagte Redlinger nach dem Rennen. „Ich hätte einfach nach vorne laufen und ein schnelles Rennen machen müssen. Dann wäre ich wenigstens mit der Zeit zufrieden gewesen.“ Sie erreichte 15:57,19 Minuten. Gewonnen hat die Italienerin Nadia Battocletti mit 15:37,84.

Seitenstechen belastete Geherin Mohr

Enttäuschung herrscht auch bei der Bregenzerwälderin Theresia Mohr. Österreichs erste Geherin bei einer Leichtathletik-EM hat den 22. Platz erreicht. Sie benötigte 1 Stunde, 40 Minuten und 59 Sekunden für den Halbmarathon. Allerdings plagte sie seit dem ersten Kilometer Seitenstechen. Der EM-Titel ging in der Weltrekordzeit von 1:30:06 an die Spanierin Maria Perez.

„Scheiße, ich kann es nicht anders sagen. Das war nicht gut“, sagte Mohr im Ziel. „Ich habe das Seitenstechen nicht mehr weggebracht. Ich habe überlegt, ob ich aufhören soll, das habe ich davor noch nie überlegt. Ich bin auch einmal stehen geblieben und habe probiert es wegzuschnaufen, aber es ging nicht.“

Von 500 Milliliter Verpflegung habe sie nicht einmal hundert runtergebracht. Bei Kilometer 14 habe sie vor Schmerzen keine Luft mehr bekommen. Aber weil so viele für sie angereist waren und zu Hause zuschauten, hielt sie durch. „Ich wollte niemanden enttäuschen. Dann gehe ich einfach langsam.“ Derlei Probleme habe sie seit zwei Monaten und auch die Verpflegung gewechselt. „Ich weiß nicht, woher es kommt.“

Zu früh weggerannt

Isabel Posch ist beim 100-Meter-Sprint angetreten, da aber frühzeitig ausgeschieden. Sie war auch Teil der 4x100-Meter Staffel. Da hatte sie sich eine Top-8-Platzierung und damit den Finaleinzug zum Ziel gesetzt.

Die ersten 300 Meter liefen für das Team voll nach Plan. Der letzte Wechsel zu Schlussläuferin Posch war dann nicht optimal und kostete die entscheidenden Hundertstel. Die Österreicherinnen landeten am Ende auf Platz neun. Auf den Finaleinzug fehlten ihnen 0,24 Sekunden.

Der Lauf sei gut gewesen. Das Team habe sich einen Rekord erwartet. Bei der Übergabe des Stabs sei es aber zu Problemen gekommen. „Wir müssen schauen, was am Schluss passiert ist, ob ich zu früh weggerannt bin“, sagte Posch (TS Lustenau) nach dem Rennen. „Ich kann es nicht sagen, ich habe das Gefühl, ich habe es gut erwischt. Aber megaschade, wenn man abbremsen muss, kann man den Schwung nicht mitnehmen, da lässt man verdammt viel Zeit liegen.“