Die ersten Grätzl-Ladezonen wurden in der Josefstadt errichtet, mittlerweile gibt es bereits 15 im Bezirk. Jetzt wurde das auf die Bezirke Mariahilf und Neubau erweitert. „Handwerksbetriebe, Pflegedienste, Bewohner*innen mit einem größeren Einkauf, Menschen mit Sharing- oder Mietautos oder Familien vor einer Urlaubsreise sind darauf angewiesen, in Wohnortnähe kurz halten sowie ein- und ausladen zu können“, sagte der Neubauer Bezirksvorsteher Markus Reiter (Grüne). Bereits in Planung befinden sich Standorte in der Leopoldstadt, in Wieden und in Meidling.

Zustellbetriebe profitieren

Auch Zustellbetriebe profitieren von den Grätzl-Ladezonen. Bislang wurden Ladezonen nämlich von Unternehmen beantragt. „Das hat gerade in Gegenden, wo es keine oder wenig Betriebe gibt, dazu geführt, dass Lieferanten keine legale Haltemöglichkeit vorgefunden haben. Sie mussten länger nach einer Ladezone suchen und dann weite Wege zu Fuß zurücklegen, was Zeit und Geld kostet“, sagte der Obmann der Wiener Kleintransporteure, Gurdial Singh Bajwa.

Die Grätzl-Ladezonen können von der Stadt gezielt dort errichtet werden, wo der Bedarf am größten ist. Dazu wird auf einen von TU Wien und Wiener Wirtschaftskammer entwickelten Ladezonen-Rechner zurückgegriffen. Die Software berechnet anhand der jeweiligen Umgebung, wo und in welcher Länge eine Ladezone benötigt wird.

Halten für Dauer des Ladevorgangs

Privatpersonen dürfen in Grätzl-Ladezonen zu Lieferzwecken oder für andere kurze Besorgungen für maximal zehn Minuten bzw. für die Dauer des Ladevorgangs halten. Dafür ist ein kostenloser Kurzparkschein erforderlich. Die Grätzl-Ladezonen sind zeitlich beschränkt nutzbar: Von Montag bis Freitag zwischen 7.00 und 19.00 Uhr und am Samstag von 7.00 bis 13.00 – außerhalb dieser Zeiten gilt die Kurzparkzonenregelung.