Die Schleuse ist bei der Kollision beschädigt worden. Die rechte Schleusenkammer bleibt für Reparaturarbeiten voraussichtlich rund zwei Wochen gesperrt. Der Schiffsverkehr wird während der Reparatur über die linke Schleusenkammer abgewickelt. Wegen des derzeitigen Niederwassers auf der Donau halte sich das Verkehrsaufkommen derzeit aber ohnehin in Grenzen, hieß es vom Stromerzeuger Verbund, der das Donaukraftwerk Freudenau betreibt.

Fachexpertinnen und -experten des Verbunds haben den Schaden an der Schleuse bereits begutachtet. Demnach ist die rechte Schleusenkammer mittelschwer beschädigt, ein Totalschaden liegt aber nicht vor. Die Hauptlast des Aufpralls habe der Mittelpfeiler der Schleusenmauer abbekommen. Erst danach prallte das Passagierschiff nämlich gegen das rechte Schleusentor. Repariert werden muss auch die Schleuse Freudenau. Der Verbund rechnet derzeit mit einer Reparaturdauer von rund zwei Wochen.

Fotostrecke mit 4 Bildern

„MS Anna Katharina“ nach Linz abgeschleppt

Die „MS Anna Katharina“ wurde inzwischen auf Anordnung der Schifffahrtsaufsicht in eine Werft nach Linz geschleppt und soll dort repariert werden. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist weiterhin unklar. Das Schiff führte freiwillig eine sogenannte Black Box mit. Die aufgezeichneten Daten werden nun vom Betreiber sowie von der niederländischen Zulassungsbehörde ausgewertet. Auch die Polizei untersucht aktuell den genauen Unfallhergang – derzeit laufen die Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung, allerdings sei auch ein technischer Defekt möglich.

Nach Schiffsunfall: Black Box wird untersucht

Nach der Kollision eines Kreuzfahrtschiffes mit der Schleuse Freudenau ermittelt die Polizei noch die Ursache. Die Schweizer Reederei, die Schiff und Besatzung stellt, hat die freiwillig mitgeführte „Black Box“ für die Ermittlungen übergeben.

In der Nacht auf Freitag war die „MS Anna Katharina“, ein Flusskreuzfahrtschiff, bei der Schleuse Freudenau zunächst gegen die Schleusenmauer und anschließend gegen das rechte Schleusentor geprallt. Rund 200 Personen waren an Bord, bei der Kollision wurden 14 Personen leicht verletzt.