„Die Erklärung des Präsidenten, er hätte die kolportierten Aussagen nie bestätigt, sagt wohl alles. Er hat sie auch nie dementiert! Und aus meinen eigenen Beobachtungen und Erfahrungen in den letzten Monaten erscheinen sie mir auch absolut schlüssig und glaubhaft“, schrieb die ehemalige Gesundheitsministerin auf Facebook. Konkret bezieht sie sich auf die Causa Ruck. Das „Profil“ und die „Kronen Zeitung“ veröffentlichten zuletzt geleakte Gesprächsprotokolle aus vertraulichen Runden, die massive Vorwürfe hinsichtlich Postenschacher, Sexismus und Freunderlwirtschaft offenbarten.

Kritik an Bürgermeister Ludwig

Rauch-Kallat wundert sich in ihrem Posting auch, warum Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) weiterhin zum Präsidenten der Wiener Wirtschaftskammer hält: „So ein Verhalten kann und darf in einer politischen Zusammenarbeit nicht toleriert werden. Kein Kommentar seinerseits kommt einer Billigung gleich.“

Als Unternehmerin in Wien müsse sie aber „leider“ Mitglied in der Wiener Wirtschaftskammer bleiben. „Als Kammermitglied ist es für mich aber unverständlich, dass viele sehr respektable Funktionäre und Funktionärinnen zu all diesen Vorwürfen schweigen, dadurch das Verhalten tolerieren, im entsprechenden Gremium mauern und damit der eigenen Gesinnungsgemeinschaft einen erheblichen Schaden zufügen“, so Rauch-Kallat.