Beifuß und Ragweed sorgen bei Betroffenen bereits bei eher geringen Pollenkonzentrationen für allergische Symptome. Ragweed ist vor allem im Süden und Osten Österreichs stark verbreitet, in Salzburg findet man es dagegen nur sehr selten, berichten der Pollenservice Wien der MedUni Wien sowie der Pollenwarndienst Salzburg. Für betroffene Wiener und Wienerinnen kann ein Aufenthalt in Salzburg damit zur Erholung von der Pollenbelastung werden.

An Wegrändern und Autobahnen

Im Osten und Süden hingegen können diese Pflanzen bei geeigneten Bedingungen im Herbst sogar für eine zweite Welle sorgen. Zu finden ist Ragweed vor allem an Wegrändern, Autobahnen, Baustellen und Feldern. Der Pollenflug dauert von August bis in den Oktober, je nach Wetterbedingungen. Durch die Trockenheit gibt es weniger und kleinere Pflanzen. Doch durch den Trockenheitsstress bilden sich laut Pollenwarndienst mehr Allergene.

Beifuß-Allergie sehr häufig

Beifuß wächst vor allem in den Tieflagen und in Gesamtösterreich. Es blüht generell von Juli bis September, Hauptblütezeit ist Mitte August. Eine Allergie auf Beifuß liegt auf Platz drei der Pollenallergien, gleich nach den Gräsern und der Birke. Neben der Blüte des Gewöhnlichen Beifuß spielen auch zwei spät blühende Neophyten, der Kamtschatka Beifuß und der Einjährige Beifuß eine Rolle.

Problematisch sei auch die häufige Kreuzreaktion von Beifuß und Ragweed, so Maximilian Bastl vom Pollenservice Wien: „Das Überschneiden der Blühphasen kann eine Herausforderung sein, ebenso wie eine Windkonstellation aus dem Südosten während der Blüte von Ragweed.“

In Salzburg dagegen ist Ragweed noch keine Problempflanze. Aufgrund der regional unterschiedlichen Verbreitung meint Katharina Bastl vom Pollenservice: „Wir haben hier in Österreich zwischen Ost und West ein Kontrastprogramm in dieser Phase der Pollensaison, das mitunter manchen Betroffenen insbesondere einer Ragweedpollenallergie ein eher kleinräumiges Ausweichen ermöglicht.“