Zusätzlich zum Strandbad Alte Donau verlängern nun auch das Kongreßbad, das Sommerbad Laaerberg und das Brigittenauer Bad ihre Öffnungszeiten. Konkret werden laut Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) in dem Zeitraum von 30. Juli bis 2. August die betroffenen Bäder um 21.00 Uhr geschlossen (Badeschluss 20.30 Uhr), von 3. August bis 9. August um 20.30 Uhr (Badeschluss 20.00 Uhr). Die Stadt verweist zudem auf die kostenlosen Badeplätze, wo man sich abkühlen kann – etwa an der Neuen und Alten Donau.
Wien Museum als „Coole Zone“
Erweitert werden die „Coolen Zonen“, also frei zugängliche Räume, in denen man sich ohne Konsumzwang abkühlen kann. Sie sind auf Raumtemperatur gekühlt, sodass der Körper keinem Hitzestress ausgesetzt ist. Insgesamt sind es 37 Standorte. Mehrere dieser Abkühlungsorte sind am Wochenende geöffnet. Neu dazu kommt das Wien Museum auf dem Karlsplatz, das Samstag und Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet ist. Das Haus Erlebnis Europa in der Rotenturmstraße 19 öffnet zusätzlich am Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Opposition kritisiert Hitzeschutz-Maßnahmen der Stadt
Angesichts der bevorstehenden Hitzewelle kündigt die Stadt Wien weitere Maßnahmen an: Sie verlängert die Öffnungszeiten in vier Freibädern bis in den Abend. Zudem will man die Hitzesituation laufend beobachten und gegebenenfalls neue Schritte gehen.
Wer aufgrund der Hitze mit akuten körperlichen Beschwerden zu kämpfen hat, kann durch einen Anruf bei der Gesundheitsberatung 1450 eine erste Einschätzung der Symptome einholen. Neben dem Warndienst der Wiener Landessanitätsdirektion liefert außerdem die Stadt-Wien-App Echtzeitmitteilungen zu Hitze- oder anderen Wetterwarnungen.
Grüne fordern Krisenstab
Die Grünen Wien schlagen Alarm und fordern angesichts der zweiten Hitzewelle in diesem Sommer einen Krisenstab: „Ich habe den Eindruck, dass in der Stadt hier viele nebeneinander herumwursteln und es kein koordiniertes Vorgehen gibt, wenn es um die Hitze geht“, sagte der Parteivorsitzende Peter Kraus.
„Einen Krisenstab braucht man nicht. Krisenstäbe haben wir gebraucht. Wenn Sie sich erinnern, bei Corona oder beim Hochwasser, das waren Krisenstäbe. Das, was wir jetzt machen, ist eine laufende Adaptierung“, erwiderte der Bereichsleiter für Klimaangelegenheiten der Stadt Wien, Andreas Januskovecz.
FPÖ und ÖVP: Maßnahmen zu kurzfristig
FPÖ und ÖVP kritisieren, die Maßnahmen würden zu kurz greifen und wären zu kurzfristig. „Was wir Freiheitlichen fordern, ist eine sofortige Klimatisierungsoffensive für Spitäler, für Pflegeheime, für Seniorenheime. Überall dort, wo vulnerable Gruppen betroffen sind“, sagte FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss. ÖVP-Familiensprecherin Sabine Keri kritisierte: „Man muss schon sagen, dass Rot-Pink schon wieder nur in Aktion treten, wenn es eigentlich schon heiß ist und zu spät ist. Also wir brauchen in Wirklichkeit eine Gesamtstrategie und klare Spielregeln, wie man damit umgeht.“