Der Wiener Fußballverband zog Bilanz über die Saison 2025/26 mit durchaus positiven, aber auch negativen Entwicklungen. Das Vereinssterben hält an, wurde betont. Gab es 2018 noch 245 aktive Vereine, waren es in der Vorsaison nur noch 207. Das ist österreichweit der stärkste Rückgang. „Da müssen wir auf jeden Fall hinschauen. Die Trendumkehr sehen wir gerade im Jugendbereich, wo wir sehr gute Zahlen auch aufweisen“, sagte WFV-Vizepräsident Johannes Dobretsberger.

Deutlicher Zuwachs im Frauenfußball

Gleichzeitig ist der WFV aber weiterhin der drittgrößte Landesverband hinter Niederösterreich und Oberösterreich. Einen deutlichen Zuwachs gibt es bei den Frauen. Es spielen fünf Prozent mehr Frauen und Mädchen in Vereinen als in der Vorsaison. Die Zahl der Frauenteams stieg auf 56, bei den Mädchen gibt es 58 und damit doppelt so viele wie 2018. "

In den Nachwuchsbereichen gibt es je nach Altersgruppen unterschiedliche Ergebnisse. Im Kinderfußball (U6- bis U12-Teams) gab es im Vorjahr einen Rückgang von rund drei Prozent innerhalb einer Saison. Das sei der stärkste Rückgang unter allen Landesverbänden und ein Warnsignal. Im Jugendfußball gab es aber ein Plus von 2,9 Prozent im Vergleich zur Vorsaison.

WFV setzt auf duales Ausbildungssystem

Der WFV will deshalb auf ein duales Ausbildungssystem setzen, sagte Dobretsberger. „Duale Ausbildung bedeutet, sowohl im schulischen Bereich wie auch im sportlichen Bereich, sich voll auf das Thema Sport konzentrieren zu können. Gerade im schulischen Bereich ist der Unterrichtsverlauf so gestaltet, dass zum Beispiel Schularbeiten unter der Woche sind und man am Wettspieltag gut ausgeruht und konzentriert agieren kann und nicht unmittelbar danach in eine Schulsituation kommt.“