Die Konzernumsatzerlöse aus fortgeführten Geschäftsbereichen erhöhten sich um 39 Prozent auf 8,059 Milliarden Euro. Das Ergebnis enthält Netto-Sondereffekte von 743 Millionen Euro aus dem ersten Quartal 2026.
Sondereffekte durch Borealis-Fusion
Diese Sondereffekte stammen vor allem aus dem Buchgewinn von 886 Millionen Euro durch den Beherrschungsverlust und die Dekonsolidierung des Borealis-Konzerns im Zuge der Fusion zu Borouge International sowie aus der Auflösung von Rückstellungen stammten.
Das Ergebnis enthält Netto-Sondereffekte von 743 Millionen Euro aus dem ersten Quartal 2026, die vor allem aus dem Buchgewinn von 886 Millionen Euro durch den Beherrschungsverlust und die Dekonsolidierung des Borealis-Konzerns im Zuge der Fusion zu Borouge International sowie aus der Auflösung von Rückstellungen stammten.
Im zweiten Quartal wirkten negative Sondereffekte von 473 Millionen Euro ergebnismindernd – vor allem aus Restrukturierungen und Bestandsanpassungen bei Borouge International. Der unbereinigte Überschuss nach Minderheiten lag im zweiten Quartal bei 529 Millionen Euro, bereinigt bei 929 Millionen Euro.
Wachstum in allen drei Sparten
Das operative Geschäft legte in allen drei Geschäftsbereichen zu: Im Bereich Energy (Exploration & Production) stieg das bereinigte operative Ergebnis um 50 Prozent auf 885 Millionen Euro. Ein höherer Preis für Brent-Rohöl von durchschnittlich 103,85 Dollar je Barrel (plus 53 Prozent) sowie gestiegene Gaspreise (37,83 Euro je MWh) glichen den kriegsbedingten Produktionsrückgang auf 291.000 Barrel Öläquivalent pro Tag aus.
Im Bereich Fuels kletterte das CCS operative Ergebnis um 85 Prozent auf 446 Millionen Euro. Die europäische Raffinerie-Referenzmarge stieg auf 20,33 Dollar je Fass, die Auslastung der Raffinerien lag bei 90 Prozent. Regulatorische Maßnahmen in Österreich und Rumänien wirkten sich hingegen dämpfend auf das Ergebnis aus.
In der Chemiesparte wuchs das operative Ergebnis auf 429 Millionen Euro, getragen von gestiegenen Olefin-Kunststoff-Preisen und dem ersten Beitrag des neuen Joint-Ventures Borouge International.
Weitere Milliardeninvestitionen geplant
Für das Gesamtjahr 2026 plant die OMV organische Investitionen von rund 3,4 Milliarden Euro. Erwartet wird ein Brent-Rohölpreis zwischen 85 und 95 Dollar je Barrel sowie ein realisierter Gaspreis von rund 40 Euro je Megawattstunde.
Die Kohlenwasserstoffproduktion schätzt das Management auf 280.000 bis 290.000 Barrel Öläquivalent pro Tag – vorbehaltlich einer Aufhebung der Schifffahrtsbeschränkungen in der Straße von Hormuz.