Seit langem ist Anrainerparken ein Thema in Margareten, zuletzt spitzte sich die Situation durch den Umbau des Naschmarkts und die U-Bahnbaustelle massiv zu. Der Bezirk gab deshalb eine so genannte Stellplatz- und Auslastungsanalyse in Auftrag, die im Herbst 2025 durchgeführt wurde.

Die Messungen ergaben laut Bezirk eine durchschnittliche Auslastung von 94,6 Prozent. Damit ist die gesetzliche Voraussetzung für die Einführung gegeben. Anrainerparken wird es vorerst aber nicht im gesamten Bezirk geben: Die neuen Anwohnerparkplätze konzentrieren sich auf das Grätzl rund um den Naschmarkt, also in den Straßen zwischen Wienzeile, Kettenbrückengasse, Margaretenstraße und Pilgramgasse.

Ausweitung auf angrenzendes Grätzl wird geprüft

Aber auch andere Bezirksteile wollen solche Parkplätze, deshalb wird derzeit auch eine Ausweitung auf den angrenzenden Bereich zwischen Wiental, Ramperstorffergasse und Gürtel geprüft. Dafür braucht es allerdings ebenfalls eine Auslastungsanalyse.

Der Einführung ist ein jahrelanger Polit-Streit vorangegangen. Margareten ist der Bezirk mit den wenigsten Autos pro Kopf, dennoch fehlt es teils an Parkplätzen. Die ÖVP setzte sich jahrelang dafür ein. Die zuvor rote Bezirksvertretung wehrte sich allerdings gegen die Einführung von Anwohnerparkplätzen. Wohl schon alleine deshalb wurde es zum grünen Thema. Der neue grüne Bezirksvorsteher Michael Luxenberger wollte dann aber doch lieber auf Garagen setzen – schlussendlich gab er jedoch nach.