Bei den beiden Faustfeuerwaffen handle es sich um registrierte Waffen. Im anderen Fall in dem Wohnhaus blieb es beim Versuch. Wieso der zweite Einbruch scheiterte, ist nicht klar. Es seien jedenfalls Beschädigungen an der Wohnungstür festgestellt worden, hieß es. Zu einer Öffnung der Tür sei es jedoch nicht gekommen.

Polizei geht von Serientätern aus

Bereits zwischen Februar und April dieses Jahres kam es zu acht gleich gelagerten Fällen in den Bezirken Landstraße, Wieden, Favoriten und Meidling. Im Juni wurden zwei weitere Säure-Einbrüche in Margareten und Döbling angezeigt. Zuletzt gab es im Zeitraum vom 17. bis 22. Juli 2026 in Favoriten fünf weitere Fälle, bei denen die Täter auf die gleiche Weise vorgegangen sein dürften. Die Ermittler des Landeskriminalamts vermuten eine Täterschaft hinter der Serie. Bisher sind 17 Fälle von Einbrüchen mittels verätzten Schlössern bekannt.

„In der Regel gehen die Täter so vor, dass sie zuerst die Tür markieren. Das ist mit einem dünnen Faden, meist mit einem Klebefaden, um in weiterer Folge dann zu schauen, ob jemand zu Hause ist“, erklärte Polizeisprecher Markus Dittrich. Wenn über mehrere Tage hinweg dieser Klebefaden nicht gerissen sei, gingen die Täter davon aus, dass niemand zu Hause ist.

Vorsicht bei beschädigten Schlössern

Die Polizei ersuchte um besondere Aufmerksamkeit und warnte die Bevölkerung: „Sollten Sie an dem Schloss Ihrer Eingangstüre Beschädigungen sowie eine Flüssigkeit vorfinden, vermeiden Sie unbedingt den Kontakt mit der Flüssigkeit“, hieß es.

Es könne sich hierbei um Salpetersäure handeln, die auf Haut, Atemwege und Schleimhäute eine ätzende Wirkung hat. Sollte es bereits zu einem unbeabsichtigten Kontakt mit der Flüssigkeit kommen, soll man die betroffene Stelle sofort mit klarem Wasser neutralisieren. Zudem solle keine Seife oder sonstige Zusätze verwendet werden.