Während der Begriff „Sommerspritzer“ viele Wienerinnen und Wiener wohl zunächst an den Heurigen denken lässt, bezeichnet er in diesem Fall die mobilen Nebelstelen der MA31. Sobald im Sommer die Temperaturen 30 Grad erreichen, werden sie aktiviert – so sind sie heuer bereits seit dem Pfingstmontag Ende Mai im Einsatz.

Die sogenannten „Sommerspritzer“ laufen jeweils von 12.00 bis 18.00 Uhr und sollen vor allem an besonders heißen Orten rasch für Abkühlung sorgen. Aufgestellt werden sie auf bestehenden Hydranten und können dadurch flexibel auf Plätzen mit wenig Beschattung, an stark frequentierten Orten oder bei Großveranstaltungen eingesetzt werden. Derzeit findet man in Wien davon 100 Stück, etwa am Praterstern, am CopaBeach oder auf der Donauinsel.

Wünsche über „Sag’s Wien

Auch Bürgerinnen und Bürger können neue Standorte anregen. Wünsche können über die „Sag’s Wien“-App oder per E-Mail eingebracht werden. Anschließend wird geprüft, ob sich der jeweilige Standort technisch eignet. Die Stadt verweist außerdem darauf, dass bei Neu- und Umgestaltungen von Straßen und Plätzen Cooling-Maßnahmen wie Nebelstelen zunehmend mitgeplant werden.

Trotz der anhaltenden Hitze und der damit verbundenen Diskussion über den Wasserverbrauch sollen die Nebelstelen nicht eingeschränkt werden. Die Stadt Wien argumentiert, dass die Sprühnebel das Mikroklima verbessern und insbesondere Menschen helfen, die nur wenige Möglichkeiten zur Abkühlung haben. Der Hitzeschutz sei also eine soziale Frage. Zudem soll der Wasserverbrauch der „Sommerspritzer“ nach Angaben der Stadt Wien im Vergleich zu dem Tagesverbrauch der gesamten Stadt sehr gering ausfallen, da das Wasser hierfür sehr fein vernebelt wird.

Die Nebelstelen werden gemeinsam mit den sogenannten „Brunnhilden“, einem speziellen Trinkbrunnen-Modell der Stadt, einmal pro Woche von einer Vertragsfirma gereinigt und gewartet. Zu technischen Störungen soll es nur selten kommen.

1.800 Trinkbrunnen in Wien

Neben den „Sommerspritzern“ stehen den Wienerinnen und Wienern rund 1.800 öffentliche Trinkbrunnen zur Verfügung. Seit 2021 wurden 700 neue Trinkbrunnen errichtet, allein im vergangenen Jahr kamen 200 dazu.

Mit 90 Trinkbrunnen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zählt Wien im EU-Vergleich zu den Städten mit der höchsten Dichte an öffentlichen Trinkbrunnen. Laut einer Messung aus dem Jahr 2025 werden besonders die Brunnen in der Innenstadt genutzt, etwa am Graben auf Höhe der Spiegelgasse, am Heldenplatz und in der Kärntner Straße 35. Dort sorgen sie auch für die Versorgung zahlreicher Touristinnen und Touristen mit Trinkwasser.

Standorte im Überblick

Die Standorte der restlichen Trinkbrunnen, aller Sommerspritzer sowie weiterer Abkühlungsmöglichkeiten, wie den „Coolen Schiffen“ oder Nebelduschen in öffentlichen Parks, lassen sich im digitalen Stadtplan der Stadt Wien abrufen. Gerade an heißen Tagen soll so die nächstgelegene Möglichkeit zur Abkühlung rasch gefunden werden können.