Die Trockenheit in der Stadt führt dazu, dass die Wiesenflächen in Parks oder entlang der Donau verdorren. Es sei nicht möglich, alle Grünflächen zu bewässern, betonen die Stadtgärten. „Die Bewässerung der Jungbäume hat höchste Priorität. Wiesen- und Rasenflächen erholen sich nach Hitzeperioden rasch wieder und sind nicht dauerhaft geschädigt.“

In den vergangenen fünf Jahren sind in Wien mehr als 500.000 Quadratmeter Asphalt zu Grünflächen geworden. Das bedeutet deutlich mehr Arbeit für Wiens Stadtgärtnerinnen und -gärtner, sagte Stadtgartendirektor Karl Hawliczek. „Der Bedarf an Personal hängt hauptsächlich mit der Flächenmehrung bei Grünflächen zusammen und der ist definitiv vorhanden, weil wir die Stadt entsiegeln.“

400.000 Liter Wasser täglich

Täglich sind derzeit rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Stadt unterwegs, um Bäume oder Blumen zu gießen. Dabei werden 400.000 Liter Wasser pro Tag eingesetzt. Unterstützt wird das händische Gießen durch den Einsatz von Bewässerungssäcken. Diese Säcke werden rund um die Stämme von Jungbäumen fixiert und geben ihr Füllvolumen über sechs bis acht Stunden langsam ab. Insgesamt gibt es in der Stadt mittlerweile rund 25.000 solcher Säcke.

Pensionist ruft zum Bäumegießen auf

Die Wiesenflächen in den Parks und Freiräumen der Stadt sind derzeit verdorrt und braun. Für die Stadtgärten hat die Bewässerung der Wiesenflächen keine Priorität: „Bei heißem Wetter ist es nicht möglich, überall in Wien grünes Gras zu erhalten.“ Wichtiger sei das Gießen von Jungbäumen.

Jungbäume werden aktuell zweimal pro Woche gegossen. Bei neuen Parkanlagen oder Straßenbäumen kommen zudem automatische Bewässerungsanlagen zum Einsatz. Helfen soll auch das sogenannte Schwammstadtprinzip. Bei diesem wird der Untergrund so gestaltet, dass Wasser besser gehalten werden kann.