Niederschwellige Unterstützung und Prävention machen den Großteil der Arbeit aus. Wenn geschulte Ansprechpersonen in Krisen- und Konfliktsituationen an öffentlichen Orten gezielt eingreifen, gelingt es oft, die Lage zu beruhigen, bevor sie eskaliert. Zu diesem Zweck sind seit Mitte Mai wieder Awareness-Teams im Auftrag der Stadt unterwegs.

Die Teams sind mobil und helfen bei vielen Anlässen: etwa, wenn es jemanden zu viel wird, jemand nicht selbst einschreiten will, jemand sich aus irgendeinem Grund unwohl fühlt, diskriminiert, sexuell belästigt oder rassistisch beleidigt wird. Wer auch immer Unterstützung braucht, für den gibt es Ansprechpartner vor Ort oder als zweite Möglichkeit zwei Telefonnummern.

In Hitze besonders gefordert

Sie sollen auch generell für mehr Sicherheit sorgen. Wegen der Hitze sind jetzt mehr Menschen am Abend im Freien. Es zieht sie an den Donaukanal, den Karlsplatz, in den Stadtpark, den Bereich rund um den Ring sowie zur Wientalterrasse. Das kann auch schon mal für Konfliktsituationen sorgen.

Dementsprechend sind auch die Awareness-Teams derzeit mehr gefordert. Seit Mitte Mai haben sie rund 11.000 Gespräche geführt, das sind um rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Sie sind entsprechend geschult und können direkt vor Ort eingreifen, bevor eine Situation ausufert. Sie versorgen an heißen Tagen auch die Menschen mit Wasser und leisten Erste Hilfe bei übermäßigem Alkoholkonsum. Die Teams sind in den Sommermonaten jeweils an Freitagen, Samstagen und vor Feiertagen zwischen 19.00 und 4.00 Uhr im Einsatz.