Wie lagere ich meine Medikamente zu Hause, wenn die Wohnung 29 Grad und mehr hat? Was muss ich machen, um beim Vermieter eine Klimaanlage zu beantragen oder was kann ich tun, dass das Baby mehr trinkt? Die Anliegen der Anrufenden unter 0800 880 800 sind ganz unterschiedlich, sagte die Leiterin des Hitzetelefons Andrea Schmidt am Donnerstag gegenüber „Wien heute“.
Meisten Anrufe im Juni
„Wir haben im Sommer jetzt um die 400 Anrufe schon abgewickelt. Wenn es sehr, sehr heiß ist, dann rufen mehr Leute an. Wir hatten im Juni 30 bis 50 Anrufe pro Tag. Jetzt im August ist es ein bisschen weniger geworden. Vielleicht auch einfach, weil die Kompetenz schon gestiegen ist oder weil einfach auch manche vielleicht auch gar nicht da sind“, so Schmidt.
Hitzetelefon bietet Rat zu Gesundheit und Hitze
Während der ersten Hitzewelle gingen beim Hitzetelefon des Gesundheits- und Sozialministeriums hunderte Anrufe ein. Das geschulte Team von „Gesundheit Österreich“ beantwortet Fragen zu Hitze, Gesundheit, Medikamenten oder Haustieren.
Die Anliegen der Anrufenden lassen sich laut Hitzetelefon in drei Gruppen teilen. Jene, die sich selbst unwohl fühlen, jene mit allgemeinen Fragen und Menschen, die Sorge haben, um besonders gefährdete Gruppen. „Das kann einerseits sein im öffentlichen Raum, also obdachlose Menschen zum Beispiel. Auf der anderen Seite sind es auch Kinder und Säuglinge. Das können aber auch und das ist auch sehr häufig pflegende Angehörige sein“, sagte Schmidt.
Im Auftrag des Gesundheits- und Sozialministeriums
Das Hitzetelefon wird von Gesundheit Österreich im Auftrag des Gesundheits- und Sozialministeriums betrieben. Rund 20 bis 30 geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten nach einem standardisierten Leitfaden. Für medizinische Notfälle bleibt weiterhin 1450 beziehungsweise der Notruf 144 zuständig.