Der Wiener war langjähriges Ensemblemitglied am Burgtheater und am Theater in der Josefstadt, konnte seine Wirkung aber auch in zahlreichen Filmen entfalten. In Götz Spielmanns oscarnominiertem „Revanche“ brillierte Krisch ebenso wie in Adrian Goigingers Epos „Märzengrund“ oder in Elisabeth Scharangs Literaturadaption „Wald“.

Mehrfach ausgezeichnet

Aber auch im Fernsehen war Krisch erfolgreich und etwa in David Schalkos Erfolgsserie „Braunschlag“ und dem „Tatort“ zu sehen. Krisch gelang in seiner Karriere stets der Grenzgang zwischen intellektueller Rollengestaltung und Nahbarkeit, bodenständiger „Strizziattitüde“ und dem bewussten Durchscheinenlassen von Abgründen und von Verzweiflung.

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Krisch wurde mehrfach für sein Schaffen ausgezeichnet. 2017 erhielt er den Großen Schauspielpreis der Diagonale. Beim Österreichischen Filmpreis 2016 wurde er für seine Deutung von Jack Unterweger in Elisabeth Scharangs „Jack“ als bester männlicher Darsteller ausgezeichnet. 2017 wurde Johannes Krisch auch der Berufstitel des Kammerschauspielers verliehen.

Schon länger gesundheitliche Probleme

Zugleich war der am 8. Dezember 1966 geborene Wiener schon länger von gesundheitlichen Problemen geplagt. So hatte er 2012 bei einer Premiere in Berlin einen Bühnenunfall erlitten, als er aufgrund einer fehlenden Treppe knapp zwei Meter in die Tiefe stürzte und sich eine Wirbelverletzung sowie einen Riss im Zwerchfell zuzog. 2023 hatte Johannes Krisch sowohl seine Hauptrolle in Peter Turrinis Uraufführung „Es muss geschieden sein“ als auch die Intendanz bei den Raimundspielen Gutenstein zurücklegen müssen.