Vermutlich eine weggeschmissene Zigarette führte am Dienstag dazu, dass das trockene Gras in der Lobau in Brand geriet. Eine genaue Untersuchung des Bodens soll jetzt ergeben, ob Pflanzensamen überlebt haben. „Im Wesentlichen wird die Frage dadurch beantwortet sein, ob der Brand tatsächlich so weit in den Boden hinein Schaden verursacht hat, dass auch die obersten Bodenschichten betroffen sind, oder ob der Brand, so wie es jetzt in manchen Bereichen fürs Erste ausschaut, rasch oberflächlich drübergezogen ist“, sagte der stellvertretende Leiter der MA 49, Günther Annerl.

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Unvorhergesehene Spätfolgen für Bäume

Die Natur werde sich das Areal wieder zurückholen, ist sich Annerl sicher. „Die Natur wird uns schon ein Stück weit helfen, die Fläche wieder zu begrünen, beginnend natürlich mit den Gräsern, mit den Sträuchern und letztendlich dann auch mit den Bäumen.“ Bei den Bäumen könne es aber unvorhergesehene Spätfolgen geben, „die dann oft erst nach Monaten oder sogar Jahren erkennbar sind, weil die Bäume dann plötzlich und unerwartet zum Absterben beginnen“.

Lobau-Brand: Wann erholt sich die Natur?

Der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49) untersucht nach dem Brand in der Lobau Anfang der Woche den Schaden. Damit soll auch klar werden, wie lange es dauert, bis sich das 18 Hektar große Areal wieder erholen kann.

Nun gelte es, den nächsten Regen abzuwarten, damit die betroffene Fläche ausreichend mit Wasser versorgt wird. „Wenn man der Natur die Möglichkeit gibt, dann wird es dort relativ bald wieder grün sein. Grün heißt aber nicht, dass alles in Ordnung ist. Da wird sicherlich noch einiges an Expertenwissen bzw. an Erhebungen gebraucht, um dann sicherzustellen, dass die Vegetation nachhaltig auch wieder eine Chance hat.“

Unklare Situation für Tiere

Unklar ist laut Annerl auch noch, welche Auswirkungen der Brand auf die Tiere hatte. „Man muss unterscheiden zwischen jenen, die flüchten haben können vor dem Feuer. Die werden relativ rasch wieder da sein. Und jenen, die im Boden sind, und möglicherweise – auch das ist momentan noch nicht bestätigt – dem Feuer zum Opfer gefallen sind.“ Auch hierbei ist ausschlaggebend, wie tief das Feuer in den Boden eindringen konnte.