Zentral klimatisiert sind derzeit die Kliniken Floridsdorf und Landstraße sowie das AKH. In allen anderen öffentlichen Spitälern sind nur die OP-Säle, Intensivstationen und ähnlich sensible Bereiche gekühlt. In den Kliniken Donaustadt, Ottakring und zum Teil Favoriten gibt es Hitzealarm.
Gesundheitliche Belastung
Ärztekammer und Gewerkschafter sprechen von gesundheitlichen Belastungen für Personal und Patienten: „Mit dem, was der Klimawandel mit sich bringt, mit den langanhaltenden hohen Temperaturen, auf das sind die Gebäude nicht ausgelegt“, sagte Hannes Wölflingseder vom Fachbereich Gesundheit der Gewerkschaft vida.
Wölflingseder würde sich Konzepte wünschen, die für alle Krankenhäuser gleich sind. „Und dass es Geld gibt, damit man das umsetzen kann.“ Vom Wiener Gesundheitsverbund heißt es gegenüber dem ORF Wien: Man habe beim Hitzeschutz bereits Akutmaßnahmen gesetzt, wie Deckenkühlung und Beschattung.
Hoher baulicher Aufwand
Ein flächendeckendes Nachrüsten mit Klimaanlagen – wie das in Wien auch ÖVP und FPÖ fordern – sei aus Hygiene- und Kostengründen problematisch. „Es ist der bauliche Aufwand in solchen Altgebäuden zu hoch. Er würde nicht den Zweck erfüllen. Diese Kühl-Großanlagen füllen ganze Räume, die wir extra installieren müssen“, sagte Michael Lischent vom Wiener Gesundheitsverbund.
Hitze macht den Spitälern zu schaffen
Die Hitze trifft auch die Spitäler des Wiener Gesundheitsverbundes. In vier der insgesamt sieben Kliniken sind die Bettenstationen zum Großteil nicht klimatisiert. Mit dem Neubau von einigen Spitälern, etwa in Favoriten, soll sich das ändern.
Bei allen neuen Spitalsbauten wie in der Klinik Favoriten sind Klimaanlagen bereits eingeplant. „Da kann die Stadt Wien garantieren, dass die neuen Kliniken diese Kühlung aufweisen.“ So werden im Zuge der Modernisierung spitalstaugliche zentrale Klimaanlagen errichtet, medizinische Spezialfilter sollen vor Keimen schützen, wird betont.