Befallene Rebstöcke sterben ab, eine direkte Bekämpfung der Krankheit ist nicht möglich. Übertragen wird die Krankheit durch die Amerikanische Rebzikade. Das Insekt nimmt den Erreger beim Saugen an einer infizierten Rebe auf und kann ihn anschließend auf gesunde Pflanzen übertragen.

Die Amerikanische Rebzikade hat sich in den vergangenen Jahren in den österreichischen Weinbaugebieten zunehmend ausgebreitet. In der Steiermark und im Burgenland wurde die Goldgelbe Vergilbung bereits nachgewiesen, zuletzt auch in Niederösterreich – mehr dazu in Goldgelbe Vergilbung: Erster Nachweis in . Fälle gibt es zudem in Tschechien und der Slowakei. Erkennbar kann die Krankheit unter anderem an deutlich verfärbten Blättern sein.

Amerikanische Rebzikade in Stammersdorf gefunden

Am 5. August ist die Amerikanische Rebzikade nun auch in einem Weingarten in Stammersdorf gefunden worden. Die Krankheit selbst ist aber in Wien noch nicht nachgewiesen worden. Doch das dürfte nur mehr eine Frage der Zeit sein.

„Es hängt jetzt sicherlich auch von der Bekämpfung in Niederösterreich ab, wie gut dort die Rebzikade zurückgedrängt wird. Aber grundsätzlich rechnen wir schon damit, dass in den nächsten ein bis zwei Jahren die Rebziake in Wien angekommen ist und sich hier stark verbreiten wird“, sagt Elmar Feigl, der in der Wiener Landwirtschaftskammer für den Weinbau zuständig ist.

Da die Krankheit selbst nicht direkt behandelt werden kann, müssen befallene Rebstöcke rasch entfernt werden. Ziel ist vor allem, die Population der Amerikanischen Rebzikade zu reduzieren und damit die Übertragung auf weitere Pflanzen möglichst einzudämmen.

„Verordnungen werden ausgearbeitet“

Die Wiener Winzer sind angewiesen, sowohl Funde als auch Verdachtsfälle zu melden. Die Wiener Landwirtschaftskammer ist auch im Austausch mit der Stadt. „Hier werden bereits Entwürfe für Verordnungen ausgearbeitet, um gut vorbereitet zu sein“, sagt Feigl. Er rechnet damit, dass diese noch heuer fertig werden.

In Niederösterreich gilt etwa schon seit Anfang Juni eine Verordnung, mit der in besonders betroffenen Gebieten verpflichtende Maßnahmen gegen die Amerikanische Rebzikade vorgeschrieben werden. Dazu zählen unter anderem Insektizidbehandlungen sowie die Rodung symptomtragender Reben.