Sechs Monate Grundwehrdienst, drei Monate verpflichtende Übungen – geht es nach der Bundesregierung soll die Wehrpflicht künftig so geregelt werden. Die eingesetzte Wehrdienstkommission hatte acht Monate vorgeschlagen, erklärt Burgenlands Militärkommandant Gernot Gasser: „Das Ausbildungsniveau nach acht Monaten ist natürlich ein anderes als nach sechs Monaten. Dass wir dann drei Monate Nachstaffelung haben ist schön, aber wenn ich ein geringeres Ausbildungsniveau habe, nützen mir die erhaltenden Übungen weniger, als mit acht Monaten. Daher ist das 8+2-Modell aus meiner Sicht besser.“

Verheerender sei aber, dass es beim Zivildienst de facto keine Änderungen gibt. Das neue Modell sieht – wie bisher – neun Monate vor, plus zwei Monate auf freiwilliger Basis. Grundwehrdienst und Zivildienst wären dann gleich lang. „Ich gehe davon aus, dass wir noch mehr Rekruten verlieren. Wir haben jetzt schon zu wenig. Damit wird auch die Miliz so gestärkt, wie das System im Österreichischen Bundesheer es brauchen würde“, erklärt Gasser.

Im Burgenland entscheiden sich derzeit rund 63 Prozent der tauglichen Männer für das Bundesheer, der Österreich-Schnitt liegt bei 53 Prozent.