Durch den Wind breiteten sich die Waldbrände im Friaul wieder stärker aus, auf mehr als 200 Hektar. Nach Informationen der Kärntner Einsatzkräfte gibt es derzeit rund 17 Brände, 14 davon nördlich von Udine. Unterstützung kommt auch aus Kärnten. Bereits am Montag bat Friaul offiziell darum, dass italienische Löschflugzeuge Wasser aus dem Weißensee aufnehmen dürfen. Nachdem sich die Lage zwischenzeitlich gebessert hatte, flammten die Brände am Donnerstag wieder auf.

Hilfe bei Waldbränden in Friaul

In Friaul-Julisch Venetien sind die Einsatzkräfte weiterhin mit mehreren Waldbränden beschäftigt. Besonders gefordert sind sie südlich von Tolmezzo, dort wird das Feuer aus der Luft und auf dem Boden bekämpft. Unterstützung kommt auch aus Slowenien und indirekt aus Kärnten: Löschflugzeuge nehmen Wasser aus dem Weissensee auf.

Korridor wird auf dem See abgesperrt

Am Freitag waren neben einem italienischen Canadair auch zwei slowenische Air-Tractor-Löschflugzeuge im Einsatz. Der Canadair kann rund 6.000 Liter Wasser vom Weißensee aufnehmen, die slowenischen Maschinen jeweils bis zu 3.000 Liter. Florian Steiner vom Katastrophenschutz des Landes sagte: „Sobald die Löschflugzeuge sich vom Brandherd auf den Weg zu uns machen, werden wir informiert und dann fahren das Feuerwehrboot, das Polizeiboot und das Wasserrettungsboot aus. Die sperren diesen ausgeschilderten Korridor ab, dass da keine Standup-Paddler oder Boote hineinfahren können. Dann können die Löschflugzeuge das Wasser aufnehmen. Alle 15 bis 20 Minuten kommt da ein Löschflugzeug.“

Die Koordination läuft über den Zivilschutz im italienischen Palmanova. Kärnten steht laufend mit den italienischen Einsatzkräften in Kontakt. Mittlerweile ist die Lage unter Kontrolle. Kärntner Feuerwehren sind derzeit nicht direkt bei der Brandbekämpfung in Italien im Einsatz.