Die Grünen fordern Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) auf, noch im August einen Hitzegipfel einzuberufen. Mit Ländern, Gemeinden und Fachleuten – auch aus Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz – soll „ein konkreter Maßnahmenplan gegen extreme Hitze und Wasserknappheit“ erarbeitet werden.
Weder der Kanzler noch der für Wasser zuständige Minister Norbert Totschnig (ÖVP) hätten „einen Plan, wie Menschen geschützt und die Trinkwasserversorgung gesichert werden sollen“, kritisierte Grünen-Klubfrau Leonore Gewessler heute per Aussendung.
Als Ziel des geforderten Gipfels nannte die Grünen-Chefin mehr Schutz für besonders gefährdete Menschen, rasche Maßnahmen gegen die Hitzebelastung in Städten und Gemeinden, aber auch die langfristige Absicherung der Trinkwasserversorgung „sowie eine Strategie, damit Österreich nicht jedes Jahr wieder völlig unvorbereitet in die nächste Hitzewelle stolpert“.
„Notwendig, Entwicklung weiter genau zu beobachten“
Für Stocker sei die aktuelle Hitzewelle Thema „bei meinen Gesprächen in den Bundesländern“, hieß es in einer Stellungnahme aus dem Bundeskanzleramt. „Sie stellt für die Menschen eine große Belastung dar und wirkt sich auf zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens aus. Daher ist es notwendig, die Entwicklung weiter genau zu beobachten.“
Der Fokus liege nun vor allem auf der Wasser- und Energieversorgung, dem Gesundheitssystem und der Landwirtschaft. Die Bundesregierung sei mit den besonders betroffenen Bereichen in enger Abstimmung.
Das Krisensicherheitsbüro, welches im Bundeskanzleramt angesiedelt ist, habe bereits im Jänner und April „vorausschauend ein umfassendes Lagebild zum Thema Hitze“ erstellt, so Stocker. Die hier eingerichtete „interministerielle Arbeitsgruppe“ soll kommenden Donnerstag wieder zusammenkommen.