Bei Drohnen- und Raketenangriffen der proiranischen Huthis im Jemen sind gestern nach Angaben von Rettungskräften mindestens 58 Regierungssoldaten getötet worden. Dutzende Menschen seien zudem verletzt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Armeekreisen. Es handelt sich um den Angriff mit den meisten Todesopfern seit vier Jahren.
Die Huthis reklamierten die Attacken für sich, einem jemenitischen Militärvertreter zufolge richteten sie sich gegen Armeelager im Zentrum des Landes und nahe der Grenze zu Saudi-Arabien. Eine der Raketen traf Soldaten während ihres Morgenappells.
Der Jemen leidet seit mehr als einem Jahrzehnt unter einem Bürgerkrieg, der als Stellvertreterkrieg zwischen dem Iran und Saudi-Arabien gilt.
Die Streitkräfte würden auf diese „Aggression zur angemessenen Zeit und am angemessenen Ort“ reagieren, erklärte das Verteidigungsministerium der international anerkannten Regierung.