Der Iran will in den Verhandlungen mit Oman über die künftige Regelung für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus offenbar ein Verbot für Schiffe aus den USA und Israel. Das berichtete heute die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Medienberichte aus der Region.
Außerdem wolle Teheran ein Verbot für den Transport israelischer Waren durch die strategisch wichtige Meerenge, denn nur wenige Schiffe fahren tatsächlich unter israelischer oder US-Flagge. Ein Entwurf für eine Vereinbarung wird derzeit laut der halb staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars im Parlament in Teheran geprüft.
US-Regierung schürt Hoffnung auf Einigung
Seit Tagen wird vor allem vonseiten der US-Regierung die Hoffnung geschürt, dass eine Einigung zwischen dem Iran und Oman, den beiden Anrainerstaaten, über die künftige Regelung für die Befahrung der Wasserstraße bevorsteht.
Die Teheraner Forderungen dürften allerdings für US-Präsident Donald Trump kaum akzeptabel sein. Trump steht seinerseits unter Druck, da im November die Midterm-Wahlen anstehen und sein Krieg gegen den Iran in den USA von einer großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird.
Eine solche Vereinbarung gilt als Voraussetzung für eine Wiederöffnung der Meerenge. Deren Schließung infolge des von den USA und Israel ausgelösten Iran-Krieges hat zu einem rasanten Anstieg der Ölpreise und einer Schwächung der weltweiten Konjunktur geführt.