Das Ausmaß der gestrigen Erdbebenkatastrophe in Kolumbien wird langsam deutlich. Rettungskräfte suchen derzeit in eingestürzten Gebäuden nach Überlebenden.

Mindestens 164 Menschen sind bei dem Beben ums Leben gekommen. Laut Asocapitales, einer Vereinigung zur Koordination von Maßnahmen in den wichtigsten Städten des südamerikanischen Landes, seien zudem mehr als 570 Verletzte gemeldet worden.

Das Epizentrum des Bebens der Stärke 7,4 lag nahe San Jose del Palmar im Westen des Landes. Die Regierung rief den Notstand aus.

Alleine in der Millionenstadt Cali, die südlich des Epizentrums liegt, würden 188 Menschen vermisst, sagte Präsident Abelardo de la Espriella auf einer Pressekonferenz an Ort und Stelle. Zu den 600 Soldaten am Unglücksort sollen 400 weitere hinzukommen und bei den Such- und Bergungsarbeiten helfen.

Die Zahl der Opfer in Cali bezifferte er mit 35 Toten und etwa 700 Verletzten. Drei Krankenhäuser und etwa 40 Gebäude stürzten völlig ein. Auch der Flughafen der Stadt am Rande des großen Kaffeeanbaugebietes Eje Cafetero sei nur noch eingeschränkt betriebsbereit.