Der von der Regierung geplante öffentlich-private Risikokapitaldachfonds für Start-ups und Scale-ups soll im ersten Quartal 2027 operativ starten. „Die Ausschreibung für das Fondsmanagement wird im Herbst stattfinden“, sagte Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) heute zur APA.
Der Dachfonds erhält 100 Mio. Euro von staatlicher Seite und soll 400 Mio. Euro bei institutionellen Investoren einwerben. Der Fonds wird sein Geld dann in andere Risikokapitalfonds investieren.
Der Investmentfokus des Dachfonds werde Österreich sein, sagte die für Start-ups zuständige Staatssekretärin. „Es gibt aber keine genauen Vorgaben für das Fondsmanagement.“ Durch Investment des Dachfonds in Risikokapitalfonds sollen Start-ups, Scale-ups und universitäre Spin-offs leichter an Wachstumskapital kommen.
Bei einem Scale-up handelt es sich um ein Start-up, welches die Startphase bereits verlassen hat und mehr Kapital für die weitere Expansion benötigt. Zu den größten Scale-ups in Österreich zählen die Kryptoplattform Bitpanda, das Nachhilfeunternehmen GoStudent, der Onlinemarktplatz Refurbed und das Getränkeunternehmen Waterdrop.
Heuer mehr Start-up-Investments nach längerer Flaute
Das Ende der Niedrigzinspolitik und die stagnierende Wirtschaft ließen die Start-up-Investments in Österreich zwischen 2022 und 2025 stark zurückgehen. Im ersten Halbjahr 2026 konnten heimische Jungunternehmen aber wieder deutlich mehr Investments lukrieren.
Die Höhe der öffentlich bekannten Start-up-Finanzierungen kletterte von 110 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2025 auf nun 472 Mio. Euro, geht aus dem Start-up-Barometer des Wirtschaftsprüfers und Beraters EY hervor. Das sei ein „sehr positives Signal“, so die Staatssekretärin.