Mit Löschrücksäcken durchkämmten 350 Feuerwehrleute in der Nacht den Föhrenwald und löschten Glutnest um Glutnest ab, wobei der Wind einzelne Brandherde immer wieder neu entfachte und kleinere Brände auslöste. Mit Hilfe von Drohnen, die den Boden über Nacht überwachten, konnten die Stellen aber rasch gefunden werden, sagte Bezirksfeuerwehrkommandant Mario Lukas.
Samstagfrüh wurden die freiwilligen Helfer abgelöst und durch neue Kräfte ersetzt. Seither wird die „Bodenbearbeitung“ fortgesetzt, wie Lukas sagt. Das bedeutet, dass die Glutnester im Boden mit einer Hacke geöffnet und gelöscht werden müssen. Hubschrauber werden am Samstag nicht mehr zum Einsatz kommen – mehr dazu in Großer Waldbrand in St. Egyden: Siedlung evakuiert (noe.ORF.at; 14.8.2026).
„Noch lange nicht fertig“
Seit Freitagabend ist der Brand zumindest unter Kontrolle. Wann „Brand aus“ gegeben werden kann, lässt sich laut Lukas noch nicht abschätzen: „Heute sollte kein Wind kommen, also das sollte für uns positiv sein, aber wir sind noch lange nicht fertig.“ Denn auch wenn die sichtbaren Flammen gelöscht sind, werden in den nächsten Tagen zumindest Brandwachen nötig sein.
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Aufgrund der Trockenheit hatte sich das Feuer, das Freitagmittag ausgebrochen war, sehr schnell auf eine Fläche von 60 Hektar ausgebreitet. Dabei waren die Flammen auch gefährlich nahe an eine Wohnsiedlung gekommen, 250 Bewohnerinnen und Bewohner mussten vorsorglich in Sicherheit gebracht werden. Eine Notunterkunft mit Feldbetten wurde aufgebaut. Die meisten Betroffenen kamen aber vorübergehend bei Angehörigen oder Freunden unter.
Bedrohte Häuser alle gerettet
Die Häuser konnten laut Bezirksfeuerwehrkommandant Lukas aber alle gerettet werden: „Wir haben bis etwa 50 Meter vor den Häusern eine Stellung gehabt, und die haben wir bis zum Schluss halten können. Das war für uns oberste Priorität.“ Der Großteil der Betroffenen durfte nach Angaben der Bezirkshauptmannschaft um 21.00 Uhr wieder in die Häuser und Wohnungen zurückkehren. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.
Am Samstag machte sich Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) vor Ort ein Bild der Lage: „Dieser Einsatz, der viel Handarbeit verlangt, zeigt, wie schnell ein großflächiger Brand entstehen kann“, so Pernkopf, der auf die weiterhin hohe Waldbrandgefahr im Land verwies.