Mit insgesamt 26 verzeichneten Waldbränden liegt Oberösterreich im Bundesländervergleich im Mittelfeld. Die bisherigen Niederschläge in den Monaten Juni und Juli waren deutlich zu wenig, hieß es vom Landesfeuerwehrkommando Oberösterreich. „Der Boden wurde nicht ausreichend durchfeuchtet, dadurch ist er viel zu trocken und dann ist die Waldbrandgefahr natürlich sehr groß“, so Markus Voglhuber, Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos.
Mehr Ausbildung, mehr Geräte für den Ernstfall
Oft reiche ein kleiner Funke aus, um einen Brand auszulösen. „Zum Beispiel mit einem Fahrzeug auf einem trockenen Feld fahren, ein Lagerfeuer entzünden, eine Zigarette wegwerfen – all das sind Gefahren, die leicht einen Waldbrand auslösen können“, so Voglhuber.
Die Feuerwehren im Land seien jedoch für den Notfall gerüstet. „Wir haben bereits in den vergangenen Monaten immer wieder bei der Ausbildung nachgeschärft, Gerätschaften wurden aufgestockt – dadurch sind wir für die derzeitige Waldbrandgefahr gut gerüstet.“
„Funken können trockenes Material entzünden“
Auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) warnt am Mittwoch erneut vor Unachtsamkeit in den trockenen Wäldern. Denn laut Statistik werden 83 Prozent der Waldbrände in Österreich durch menschliches Versagen verursacht. „Beim Umgang mit möglichen Zündquellen im Freien ist derzeit besondere Sorgfalt erforderlich. Auch Funken, die bei Arbeiten mit Winkelschleifern entstehen, können trockenes Pflanzenmaterial entzünden“, so Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV.